Tiere sollten nur von Fachleuten gefüttert werden

Auch Störche leiden unter der Kälte, sind aber noch nicht akut bedroht

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Schwierige Zeit: Viele Störche sind im Winter nicht gen Süden geflogen und leiden jetzt auch unter der Kälte. Unser Foto zeigt zwei Tiere auf dem Hausdach von Andrea Krüger-Wiegand in Wabern-Niedermöllrich.

Immer mehr Tiere ziehen im Herbst nicht gen Süden. Der späte Wintereinbruch hat nun Folgen für sie.

Unter der anhaltenden Kälte leiden dieser Tage Mensch und Tier. Das gilt auch für Störche, von denen viele im Herbst – wieder einmal – nicht Richtung Süden aufgebrochen sind.

Elf Störche haben den Winter im Landkreis verbracht, das seien etwa 75 Prozent der hier heimischen Population, erklärt ein Sprecher der Storchenstation Wabern. „Das ist eine schwierige Situation für sie“, fügt er hinzu. Wenn die Tiere etwas zu fressen finden, könnten sie solche Phasen aber überstehen, ohne Schaden zu nehmen. „Aufgrund ihres großen Körpervolumens vertragen sie das“, erklärte der Sprecher weiter. Bisher seien keine Todesfälle bekannt.

Von einer Fütterung der Tiere ohne Fachkenntnis wird übrigens abgeraten. Wenn man Probleme erkenne, sollte man sich besser mit Experten in Verbindung setzen. Die Storchenstation Wabern beispielsweise ist unter Tel. 0160 983 200 86 zu erreichen.

Dass immer mehr Störche nicht mehr in den Süden ziehen, sondern hier bleiben, wird im Übrigen eher mit Sorge gesehen, da das Nahrungsangebot im Winter knapp ist und die Störche es sich noch mit anderen Tieren teilen müssten. Bis die Störche mit der Brut beginnen, dauere es noch. Erst Ende März würden die Eier gelegt.

Quelle: HNA

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