Straßenmeisterei und kommunale Bauhöfe sind schon auf Schnee und Eis vorbereitet

Der Winter kann kommen

Im Einsatz gegen glatte Straßen: Norbert Ackermann von der Melsunger Straßenmeisterei hatte im vergangenen Winter alle Hände voll zu tun. Archivfoto: Schwarz

Kreisteil Melsungen. Die Temperaturen sinken, und schon in wenigen Tagen könnte es Bodenfrost geben. Für Autofahrer bedeutet das: Es wird glatt auf den Straßen. Die Kommunen und die Straßenmeisterei Melsungen sind deshalb schon jetzt bestens gerüstet für den Wintereinbruch. Die Streusalzlager sind aufgefüllt und die Fahrzeuge weitgehend einsatzbereit.

„Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Klaus-Bernd Eilhauer, Leiter der Melsunger Straßenmeisterei. Er und seine Mitarbeiter sind dafür zuständig, 390 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen während der Wintermonate verkehrssicher zu machen. Im vergangenen Jahr hat das trotz ungewöhnlich großer Schneemenge gut funktioniert. „Allerdings war das eine stressige Zeit für alle Mitarbeiter. Sie sind bis an ihre Grenzen gegangen“, berichtet Eilhauer.

Gut gerüstet und motiviert

Die Wetterprognosen für diesen Winter lassen nichts Gutes erahnen: Behalten die Meteorologen Recht, wird es auch diesmal wieder jede Menge Schnee geben. „Wir sind aber gut gerüstet und motiviert“, sagt Klaus-Bernd-Eilhauer. Drei Fahrzeuge seien bereits für den Winterdienst umgerüstet worden, und ausreichend Streusalz sei auf Lager.

Schon im Sommer hat die Stadt Melsungen ihr Lager mit Streusalz aufgefüllt. „Wir haben die doppelte Menge geordert, damit sich die Misere vom vergangenen Winter nicht wiederholt“, sagt Karl Trieschmann vom städtischen Bauamt. Die Mitarbeiter seien jederzeit in der Lage, kurzfristig auszurücken – auch wenn der Winter früher als erwartet einsetzt.

Seit 40 Jahren beobachtet Friedrich Wiederhold die Situation in Felsberg. „Seit dem Engpass im vergangenen Jahr haben wir die Situation kritisch im Auge“, berichtet der Vizeleiter des städtischen Bauamts. Das Streusalzlager auf dem Bauhof sei bereits zu 80 Prozent gefüllt. Im kommenden Winter werde die Stadt selbst bei einem vollen Lager bereits nachbestellen, sobald sich abzeichnen sollte, dass der Winter streng bleiben wird. Straßensperrungen selbst in kleinen Orten brauchen die Einwohner der Drei-Burgen-Stadt nicht zu befürchten. Denn falls das Salzlager aus irgendwelchen Gründen doch einmal leer sein sollte, gibt’s ausreichend Splitt aus dem Basaltwerk um die Ecke. Wiederhold: „Es wird nie dazu kommen, dass wir auf dem Schlauch stehen.“

Eingeschränkter Dienst

Mit einem eingeschränkten Winterdienst müssen die Einwohner von Spangenberg auch in diesem Winter rechnen. Die Hauptverkehrswege würden selbstverständlich geräumt und abgestreut, sagt Friedhelm Koch vom Bauamt in Spangenberg. Auf Fußwegen und in kleinen Seitenstraßen könne es jedoch zu Behinderungen kommen. „Wege, die nicht sicher sind, sperren wir zur Not.“ Das städtische Salzlager ist aber auch in der Liebenbachstadt aufgefüllt, und die Fahrzeuge könnten innerhalb von Stunden für den Winterdienst umgerüstet werden.

Von Pamela De Filippo

Quelle: HNA

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