Die Straßenmeistereien im Landkreis haben tausende Tonnen Salz eingelagert

Der Winter kann kommen: Straßenmeisterei Schwalmstadt setzt acht Streufahrzeuge ein

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Letzte Wäsche vor der Wintersaison: Mitarbeiter Werner Schier reinigt einen Unimog bevor dieser mit Schneepflug und Streuaufsatz für den Winterdienst ausgerüstet wird. 

Schwalmstadt. Schon bevor der Herbst und schließlich der Winter nahen, bereiten sie sich auf die Dunkle Jahreszeit vor. Silvana Mäder ist mit der Leitung der Schwälmer Straßenmeisterei betraut und fängt schon im Sommer mit der Planung für die Wintersaison an.

Die Straßenmeistereien im Schwalm-Eder-Kreis sind für das Räumen und Streuen der Straßen in der Region beauftragt, deshalb ist eine umfangreiche Planung für den Dienst in der kalten Jahreszeit notwendig.

Bereits im Juni hat die Straßenmeisterei Schwalmstadt circa 2100 Tonnen Salz in die 2014 neugebaute Salzlagerhalle angeliefert bekommen. „Ab August wird der Winterplan erstellt. Erste Dienst- und Schichtpläne werden angelegt, damit im Winter alles reibungslos klappt“, erklärt die 37-Jährige.

Die Straßenmeisterei arbeitet mit einem Schichtplan, bei dem die Arbeit der Mitarbeiter um 2.15 Uhr losgeht: „Wir beginnen in der Nacht mit den Streu- und Räumarbeiten auf den Straßen. Schon vor dem Berufsverkehr müssen die Straße enteist werden“, erklärt Mäder.

Insgesamt stehen acht Räum- und Streufahrzeuge in Ziegenhain für den Einsatz bereit, darunter auch zwei Unimogs, die vielseitig einsetzbar sind.

„Die Unimogs können für viele Arbeiten ausgerüstet werden. Hierzu gehören auch Mäharbeiten, Leitpfosten waschen und eben der Winterdienst“, weiß Silvana Mäder.

Silvana Mäder

Auf die Fahrzeuge wird im Winter ein Streuaufsatz mit eigenem Motor aufgesetzt. Das Salz wird durch eine Dosierschnecke nach hinten auf den Streuteller gebracht und landet dann schließlich auf der Straße. „Alle Fahrzeuge werden per GPS überwacht. Hierbei können wir sogar die genaue Streumenge sehen, die verbraucht wird“, erklärt sie.

Wenn die Streufahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, liegt es immer in der Entscheidung des Fahrers, ob nur gestreut oder auch geräumt wird, berichtet Silvana Mäder, die seit 2012 Chefin in der Straßenmeisterei Schwalmstadt ist.

„Ein Koordinator ist immer in der Straßenmeisterei und steht mit den Fahrern über Funk in Kontakt.

Sobald es beispielsweise einen Unfall gegeben hat, müssen wir deutlich mehr an der Stelle streuen, da die Straßen ohne den rollenden Verkehr wesentlich schneller vereisen.“

Der Winterdienst und die Arbeit bei einer Straßenmeisterei faszinieren Silvana Mäder. Allerdings ist ihr Beruf nicht immer einfach: „Es ist manchmal sehr anstrengend, da für unsere Arbeit viel Unverständnis in der Bevölkerung besteht. Man versteht häufig nicht, dass wir niemals überall gleichzeitig streuen können“, berichtet die Leiterin der Straßenmeisterei.

Zu unschönen Überraschungen komme es manchmal auch, wenn Anlieger den Schnee von den Gehwegen auf die bereits zuvor geräumte Straße schmeißen würden, berichtet die 37-jährige gebürtige Thüringerin.
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Quelle: HNA

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