Viele Schlaglöcher wegen des Frostes – Städte und Gemeinden erwarten hohe Kosten

Winter setzte Straßen zu

Feind eines jeden Autofahrers: Der Frost hat den Straßen im Landkreis zugesetzt. Schlaglöcher gefährden Fahrzeuge. In Fritzlar in der Allee (großes Bild) und in der Kasseler Straße sollen sie in den kommenden Tagen ausgebessert werden. Fotos: Dewert

Fritzlar-Homberg. Die Straßenschäden könnten wegen des harten Winters im Schwalm-Eder-Kreis in die Millionen gehen. Im vergangenen Jahr kosteten die außerordentlichen Reparaturen den Landkreis 600 000 Euro.

„Wir machen permanent Bestandsaufnahmen“ sagt Jens Becker, Leiter Grundstücks- und Gebäudewirtschaft beim Landkreis. Seriös lasse sich der Schaden aber erst nach Abschluss der Frostperiode bewerten. Die Schäden seien aber auch in diesem Jahr wieder enorm. „Es scheint zwar Frühling zu sein, aber ich trau dem Braten noch nicht“, sagt Becker.

Vier Straßenmeistereien

Der Landkreis sei also zurückhaltend mit einer Einschätzung. Aber es sei ja für jeden sichtbar, dass viele Straßen betroffen seien. Es würden auch bereits Schlaglöcher aufgefüllt. „Wir sind für die Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen verantwortlich und wir kommen dieser Pflicht nach, ebenso wie die vier Straßenmeistereien im Landkreis.“ Diese machten einen außerordentlich guten Job, sagt Becker.

Sofort handeln

Dennoch sind einige Straßen in einem schlechten Zustand. „Grundsätzlich ist es wichtig, sofort zu handeln, um Schlaglöcher zu flicken“, sagt Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange. Seit über einer Woche sei man dabei, die Schäden zu beseitigen. Die Schlaglöcher an den Bundesstraßen seien aber teilweise erheblich. „Wenn sich Menschen bei uns darüber beschweren, müssen wir leider sagen, dass wir nicht zuständig sind“, sagt Lange. So geschehen, bei der Kasseler Straße. Diese Hauptverkehrsstraße in Fritzlar fällt als Bundesstraße in die Zuständigkeit der Amtes für Straßen- und Verkehrswesen.

Die Stadt rechnet mit erheblichen Kosten für die Beseitigung der Straßenschäden. Im Haushalt seien 120 000 Euro vorgesehen. „Das wird aber nicht genügen,“, ist sich Lange sicher.

Auch in Borken ist der Bauhof derzeit ständig im Einsatz. Die Straßenschäden werden aufgenommen und erste Schlaglöcher ausgebessert. Provisorisch. Auf den Landkreis und alle Städte und Gemeinden kommt nach dem Ende der Frostperiode nochmals dieselbe Arbeit zu. Denn die Straßen müssen dauerhaft repariert werden.

Mehr Schäden als 2010

„Wir können jetzt schon feststellen, dass die Schäden an den Straßen größer sind als im vergangenen Jahr“, sagt Helmut Richter, Leiter der Straßen- und Autobahnmeisterei Gudensberg. Ein Grund sei der sehr frühe und harte Winterbeginn. „Wir sind daher verstärkt im Einsatz: Vier Arbeitskolonnen sind täglich nur damit beschäftigt, die Löcher zu schließen.“

Seit Tagen gingen viele Anrufe von Menschen aus dem Landkreis ein, die Schäden meldeten. „Wir haben engen Kontakt mit den Bauämtern der Städte und Gemeinden, um auch innerorts Bundes, Landes- und Kreisstraßen auszubessern“, sagt Richter. • Kontakt: Bauhöfe der Kommunen oder Straßenmeistereien wie in Gudensberg unter Tel. 05603/93270

Quelle: HNA

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