Vom Melsunger Weihnachtsmarkt verschwinden Fichten und Tannen

Winterwald wird lichter

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Kein Kavaliersdelikt: Der Diebstahl einer Tanne vom Weihnachtsmarkt.

Melsungen. „Diebstahl ist Diebstahl. Egal, ob man eine Mülltonne oder eine Tanne mitnimmt“, sagt Melsungens Bauamtsleiter Martin Dohmann. Zwischen zehn und 20 der 300 Bäume seien bisher vom „Weihnachtsmarkt im Winterwald“ abhanden gekommen.

Der Schaden beläuft sich nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeinschaft des Melsunger Einzelhandels, Joachim Vockeroth, auf über 1000 Euro.

„Das liegt daran, dass nicht nur Tannen geklaut wurden, sondern auch Lichterketten“, so Karin Braun von der Kultur- und Tourist-Info. Besonders dreist: An Stellen, an denen die Bäume nicht aus den Kübeln gelöst werden konnten, haben die Diebe die Lichterketten einfach zerschnitten.

Die Veranstalter des Weihnachtsmarktes, die Gemeinschaft des Melsunger Einzelhandels und Stadt Melsungen, behalten es sich vor, den Diebstahl und Vandalismus bei der Polizei anzuzeigen.

Tannenbäume vom Weihnachtsmarkt, die nicht auf illegalem Weg einen Liebhaber gefunden haben, werden laut Jürgen Gaebler, Vorsitzender der Gemeinschaft des Melsunger Einzelhandels, zur Gründeponie gebracht. Über die Feiertage bleiben sie aber erst einmal stehen. Ihr Ende naht, wenn auch die Lichterketten wieder abmontiert werden. (yvk)

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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