500 Fahrzeuge

Tuningliebhaber zu Gast in Homberg:„Wir sind keine Raser“

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Homberg. Das Gelände der ehemaligen Dörnberg-Kaserne in Homberg war am Wochenende das Mekka der Liebhaber von getunten Autos.

Wie der Organisator der Veranstaltung, Patrick Löwer, sagte, war die zweite Auflage ein großer Erfolg. Knapp 500 Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern waren im gesamten Areal verteilt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Tuning-Gemeinschaft „JST DFFRNT“ an gleicher Stelle das Treffen organisiert.

Bei dem Treffen in Homberg ging es allerdings nicht um Bewertungen und Pokale, sondern um ein geselliges Treffen von Gleichgesinnten. Die hatten ihre zum Teil hammermäßig getunten Fahrzeuge auf Wunsch des Veranstalters kreuz und quer in der Anlage verteilt und saßen drumherum.

Wie Löwer sagte, sei man zeitlich allerdings etwas nach vorn gerückt. Die Premiere fand im Vorjahr im Oktober statt und war von den Temperaturen her nicht so prickelnd. Jetzt war es perfekt, das Wetter passte und damit auch die Stimmung. Aus einem Umkreis von 500 Kilometern waren die Tuning-Fans angereist, manche bereits am Vortag.

Austausch im Vordergrund

Der eigentliche Sinn sei es, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und ein entspanntes Wochenende unter Gleichgesinnten zu verbringen. Viele Leute hätten Vorurteile gegen dieses Hobby. „Wir sind keine Raser, sondern hegen und pflegen unsere Autos, in die wir zum Teil sehr viel Geld investieren“, ergänzt Patrick Löwer.

Viel Geld investiert auch Timo Seibert aus dem Kreis Gießen in seinen Ford Focus RS. Das Fahrzeug aus dem Baujahr 2009 hat der gelernte Autolackierer, der sich auf das Folieren von Fahrzeugen spezialisiert hat, aufwendig beklebt, dazu den Innenraum mit Überrollbügeln versehen und durch Chiptuning die Motorleistung erhöht. Natürlich alles nach Vorschrift, Eintragung in den Fahrzeugschein und Abnahme durch den TÜV. Insgesamt hat er über 4000 Euro in sein Fahrzeug fürs Tuning investiert.

Felix Apel aus Oberrode bei Hann.Münden war mit einem richtigen Schätzchen in Homberg dabei. Mit seinem auf Hochglanz polierten roten Mercedes W 111 von 1964 zog er die Blicke vieler Leute auf sich beziehungsweise sein Fahrzeug.

Sein Vater Fred hatte den Wagen zusammen mit Freunden Ende der 80er Jahre für 2000 Mark gekauft. Viele Jahre stand das gute Stück in der Garage, ehe Felix Apel im vergangenen Jahr die Initiative ergriff, den Wagen aufzuarbeiten. Neben dem Innenraum hat er bei dem Mercedes ein Luftfahrwerk eingebaut, das den Wagen auf Knopfdruck praktisch aus den Federn hebt. Dazu hat der stolze Besitzer den vorderen Teil neu lackiert.

Insgesamt, so Felix Apel, hat er knapp 10 000 Euro in den Wagen gesteckt.

Tuning-Gemeinschaft

Der Sitz der Tuning-Gemeinschaft „JST DFFRNT“ ist Kassel. Die Interessengemeinschaft wurde von einigen Tuningliebhabern vor vier Jahren ins Leben gerufen. Zum harten Kern gehört ein gutes Dutzend Leute, die allesamt aus der Fuldametropole stammen.

Quelle: HNA

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