Drillingsgeburt im Wildpark Knüll: Es wird eng im Bärenhaus

Entspannt: Bärenvater Balu ruht sich im Gehege des Wildparks aus.

Homberg. Es wird eng im Bärenhaus im Wildpark Knüll. Bärendame Onni hat erneut Nachwuchs und wieder sind es Drillinge. Ein ebenso sensationeller wie unerwarteter Nachwuchs. Denn die Geburt von Braunbär-Drillingen ist eine Seltenheit. Nur wenige deutsche Wildparks züchten überhaupt Braunbären.

Bereits 2010 hatte die Bärin Onni im Winterschlaf ein putzmunteres Trio zur Welt gebracht. Die Geschwister Luna, Arkas und Dakota leben derzeit noch im Wildpark Knüll – für sie werden jetzt händeringend Käufer gesucht. Noch reiche der Platz. „Aber es werden zu viele“, sagt Wildpark-Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich.

Und jetzt wird es noch enger im Bärengehege: Denn neben den bislang bereits fünf Bären, tummeln sich nun auch die drei Baby-Bären dort. Die können die Besucher des Parks derzeit noch nicht sehen, weil sie noch im Nest sind. Zu hören sind sie aber sehr wohl. Immer mal wieder dringt ihr noch kratziges Brummen aus dem Gebäude.

Noch ist es kein Problem, dass die vor zwei Jahren geborenen kleinen Bärchen mittlerweile zu echten Bären geworden sind. „Sie müssen aber so bald wie möglich in eine vernünftige Haltung abgegeben werden. In der freien Natur ist es so, dass sie von ihrer Mutter nach drei bis vier Jahren aus dem Revier verscheucht werden. Das wird auch in unserem Gehege passieren und dann haben die Bären keine Ausweichmöglichkeit“, erklärt Fröhlich.

Kurzclip: Blick ins Gehege

Was genau nun die Pläne des Wildparks sind, soll erst am Freitag in einer Pressekonferenz erklärt werden. Fest steht, dass noch kein Käufer in Sicht ist. Freitag wird es auch mehr Informationen über das neue Trio geben. Vorab verriet der Wildparkleiter im HNA-Gespräch nur so viel: „Es sind zwei Weibchen und ein Männchen. Es geht ihnen gut.“ Man habe die Nachricht von der Geburt etwas zurückgehalten, weil man sicher gehen wollte, dass die Tiere durchkommen. „Bereits Mitte Januar erblickten die drei kleinen Braunbären das Licht der Welt“, teilt Fröhlich mit.

Die zweite Drillingsgeburt in zwei Jahren sei ein Zeichen für die gute Tierhaltung des Wildparks. Mit der Geburt verbunden ist auch die Hoffnung auf mehr Besucher. Das neue Bärengehege und nicht zuletzt Luna, Arkas und Dakota lockten bereits über 12 000 zusätzliche Besucher an. Insgesamt kamen im vergangen Jahr 75 000 Menschen in den Park. „Damit sind wir hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Wir haben mit 100 000 Besuchern gerechnet und damit, dass die Bären zum Publikumsmagnet werden“, sagt Fröhlich, der ganz angetan ist von den Fellknäueln und ihnen schon so nahe kam, dass er sie berührte.

Quelle: HNA

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