50 Kräfte im Einsatz - darunter der Bürgermeister

Wirt erschüttert: Brand in historischer Gaststätte in Körle

Körle. Dicke Rauchschwaden zogen am frühen Samstagmorgen aus den Fenstern der Gaststätte „Zur Krone" in Körle.

Aufmerksame Passanten hatten gegen 6.45 Uhr den Rauch aus dem Fachwerkgebäude in der Ortsmitte kommen sehen und Alarm geschlagen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an dem großen Gebäude brannte es im Thekenbereich. Sofort drangen Einsatzkräfte unter Atemschutz in den Gastraum vor und löschten die Flammen.

Einen Hinweis für Gäste, die eine Reservierung in der Gaststätte offen haben, finden Sie am Ende des Textes.

Durch die enorme Hitzeentwicklung platzte auch eine Wasserleitung im Thekenbereich. Wenige Minuten nach der Alarmierung waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Körle, Wagenfurth, Empfershausen und Melsungen, sowie Helfer des DRK aus Körle, die ihre Unterkunft direkt angrenzend an die Gaststätte haben, vor Ort.

Bürgermeister Mario Gerhold, der selbst als unter Atemschutz im Einsatz und auch in dem total verrauchten Gebäude war, lobte den schnellen Einsatz der Helfer: "Nicht auszudenken, wenn das Feuer nicht bemerkt worden wäre, und das historische Gebäude mitten im Ortskern abgebrannt wäre." Insgesamt waren 14 Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Einsatzleiter Jens Schenkluhn ließ von der Stützpunktfeuerwehr Melsungen weitere Atemschutzgeräte nachbringen.

Brand in historischer Gaststätte in Körle

Das Feuer hatte sich auch in Lehmdecken und Wände durchgefressen. Damit die Feuerwehrleute alle Glutnester erreichen konnten, mussten die Decken und Wände aufgerissen werden. Mit der Wärmebildkamera wurden auch die angrenzenden Räume auf Glutnester untersucht.

Nach ersten Ermittlungen könnte der Brand durch einen technischen Defekt in einem Schaltkasten im Bereich zwischen Theke und Gastraum entstanden sein. Personen waren zur Zeit des Brandausbruches nicht im Gebäude. Der Sachschaden in dem Fachwerkgebäude ist enorm. Die genaue Höhe muss durch Fachleute festgestellt werden.

Der Wirt, der das Haus erst seit dem 1. Januar vom Förderverein, der auch Besitzer des Gebäudes, in dem sich auch die Übungsräume des Musikzuges vom TSV Rot-Weiß Körle befinden, gepachtet hat, stand erschüttert vor dem Haus. Die Fenster waren rußgeschwärzt, Gastraum und Thekenbereich von Löschwasser und aufgerissenen Decken und Wänden zerstört. Er weiß noch nicht, wie es weitergehen soll. An einen Weiterbetrieb ist vorerst nicht zu denken. Erst müssen alle Schäden und vor allem der strenge Brandgeruch beseitigt sein. In die weiteren Ermittlungen zur Brandursache wurde auch die Kripo eingeschaltet.

Erst am Vorabend waren viele Feuerwehrleute in dem Gebäude gewesen: Die Freiwillige Feuerwehr Körle hatte dort ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. (zot)

Wichtiger Hinweis: Die Wirtsleute haben durch den Brand alle Geschäftsunterlagen verloren - und damit auch das Reservierungsbuch. Da an diesem Wochenende und in den Folgetagen etliche Reservierungen eingetragen waren, werden die Gäste gebeten, sich telefonisch mit dem Wirt in Verbindung zu setzen: 0172/5865270.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © zot

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