Heino Trusheim brachte mit Anekdoten aus dem Leben Besucher zum Lachen

Witziges ohne Schnickschnack

Zur Stärkung: Nach einem spritzigen Abend wurde Heino Trusheim mit typischen Produkten der Region verabschiedet. Foto:  Günther

Beiseförth. „Früher war besser...heute geht auch!“ – dies ist nur einer der Standpunkte, mit denen der Unterhaltungskünstler Heino Trusheim am Samstagabend die Zuschauer im Goldenen Löwen in Beiseförth zum Prusten und Applaudieren brachte.

Mit ausgewählt intelligenter Wortwahl philosophierte der glatzköpfige Enddreißiger über Themen, die ihn bewegen: Liebe, Politik, Sex und Fußpflege. Dazu brauchte er auf der Bühne nur sein goldenes Mikro und einen Hocker. Ganz nach dem traditionellen Motto: Spot aus – Gag raus.

Der Künstler aus Hamburg, der durch Auftritte aus dem Schmidt-Theater auf der Reeperbahn oder dem Quatsch-Comedy Club bekannt ist, hatte die Lacher an diesem Abend ganz klar auf seiner Seite. „Ich bin begeistert und beeindruckt zugleich, dass man die Leute ohne jeglichen Schnickschnack, nur mit den eigenen Worten unterhalten kann“, sagte Zuschauerin Sabine Eberlein.

Themen aus dem Alltag

Mit Souveränität und einzigartiger Schlichtheit konfrontierte der Comedian das Publikum mit Fragen und Themen, die ihm immer häufiger in dieser Zeit im Kopf herumschwirren.

„Höhepunkt“ – so nennt der Kabarettist sein Programm und wird dabei mit seiner knackigen Solo-Performance selbst zum Höhepunkt des Abends. Es ist deutlich spürbar, dass der Künstler Profi ist. Hielt sich das Publikum bei einem seiner Gags eher bedeckt, holte er währenddessen schon den nächsten Brüller aus der Witzkiste. So zog er mit lustigen Anekdoten aus dem eigenen Leben munter weiter durch den Abend und beschäftigte sich gedanklich schnell mit Fragen wie „Warum kann man keine Fahrradpolizisten ernst nehmen? Weil ich keine Person ernst nehmen kann, von der ich Körperteile sehe, die eigentlich verborgen bleiben sollten!“

Oder er philosophierte über die Essensgeräusche seiner Mitmenschen.

Auch ließ er es sich nicht nehmen, das soziale Verhalten von Hunden zu erklären. „Für Hunde ist Rumschnüffeln beim Spaziergang wie Zeitung lesen. Wenn es interessant ist, schnüffeln sie länger. Aber immer nur den regionalen Teil!“ Mit viel Gelassenheit, Genialität und einer gehörigen Portion an Witz und Charme bescherte Heino Trusheim dem 80-köpfigen Publikum einen ausgelassenen Abend, indem er es an den Höhepunkten seines Lebens teilnehmen ließ.

Von Caroline Günther

Quelle: HNA

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