Comics, Ausstellung und Lesung

Woche gegen Rassismus: Das sind die Veranstaltungen in Homberg

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„Wir haben doch gegenüber jetzt neue Nachbarn“: Mit einer Ausstellung von Comics und Graphic Novels wollen Künstler in der Homberger Kreissparkasse Diskriminierung und Menschenrechte thematisieren.

Homberg. Vorurteilen, rassistischen Einstellungen, Antisemitismus begegnen und Toleranz stärken: dieses Ziel hat die Internationale Woche gegen Rassismus. 

Workshops, Ausstellungen oder Theaterstücke thematisieren vom 12. bis 25. März rassistisches Verhalten – auch in Homberg. Fünf Veranstaltungen finden hier statt.

Ausstellung

Die Ausstellung Toleranz in Comics und Graphic Novels widmet sich den Themen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Menschenrechte und Zivilcourage. In der Kreissparkasse Schwalm-Eder werden von Montag, 12. März, bis Sonntag, 25. März, Bildergeschichten von 40 Künstlern aus aller Welt sowie Arbeiten von Kindern und Jugendlichen gezeigt.

Wie kann Toleranz aussehen? Wie tolerant bin ich selbst? Diese Fragen möchte die Ausstellung beantworten, heißt es in einer Ankündigung. Die Comics und Graphic Novels können zu den Öffnungszeiten der Kreissparkasse besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Multimedia-Truck

Welche Gründe Menschen zur Flucht bewegen und welchen Einfluss unser Konsumverhalten auf andere Regionen hat, will der „Missio-Truck“ deutlich machen. Virtuelle Figuren (Avatare) zeigen den Besuchern in thematisch gestalteten Räumen, Schicksale von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo. In einem Spiel könne die Fluchtgeschichte des Avatars nacherlebt werden, heißt es in der Ankündigung. Der Lkw wird von einem Pädagogen begleitet.

Die Multimedia-Ausstellung ist von Montag, 12. März, bis Donnerstag, 15. März, ganztätig auf dem Homberger Marktplatz zu Gast. Die Ausstellung ist für Schüler ab der 8. Klasse, Gruppen und Einzelbesucher geeignet.

Präsentation

In der Präsentation „Alltagshass am Straßenrand“, soll es um politische Hetze und Feindbilder im Kleinformat von 1880 bis heute gehen. Schüler der Theodor-Heuss-Schule werden historische Hassbotschaften von Aufklebern, Stickern und Postkarten aktuellen gegenüberstellen. Präsentiert werden sie am Donnerstag, 15. März, von 17.30 bis 19 Uhr im Möbel-Einladen, Westheimer Straße 5.

Lesung

Als afrodeutsche Frau hat sich Mo Asumang nach einer Morddrohung auf die Suche nach ihrer Identität als schwarze Deutsche gemacht. Ihre Erfahrungen, die sie mit Teilnehmern von Nazi-Demos oder Mitgliedern des Ku-Klux-Klans gemacht hat, beschreibt sie in ihrem Buch „Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“.

In ihrer Lesung am Mittwoch, 21. März, im Kultur- und Begegnungszentrum „Alte Sparkasse“, Birkenweg 2, erzählt sie, wie sie das Thema Rassismus von einer neuen Seite angegangen ist. Die Lesung findet statt von 19.30 bis 21.30 Uhr.

Theater

„Fluchtgedanken 3.0 – Ein Theaterprojekt über das Leben in einer neuen Heimat“, heißt das Stück, das erklären will, was Heimat überhaupt bedeutet. Dafür wurden Interviews mit Geflüchteten geführt, heißt es in der Ankündigung. Das Theaterstück wird am Freitag, 23. März, um 19 Uhr im Kultur- und Begegnungszentrum „Alte Sparkasse“ aufgeführt. 

Quelle: HNA

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