Test der Umleitungsstrecken

Sieben Wochen Vollsperrung: Arbeiten für Kreisel in Homberg haben begonnen

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Homberg. Für sieben Wochen ist die Drehscheibe in Homberg jetzt gesperrt. Das ist ein sehr wichtiger Knotenpunkt. Wir haben die Umleitungsstrecken getestet.

In Homberg geht es jetzt ordentlich rund: Die Drehscheibe – der Verkehrsknotenpunkt in der Stadt – ist seit gestern gesperrt. Der provisorische Kreisverkehr soll zu einem überfahrbaren Minikreisel umgebaut werden. Zum Start sollten die Ampelanlagen abgebaut werden, heute wird der Asphalt abgefräst, sagt Patricia Jacobi von der Lange Bau GmbH, die für die Arbeiten zuständig sind. „Und dann geht es richtig los“, kündigt sie an.

Für die Feuerwehr besteht während der Bauzeit eine Sonderregelung, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Im Einsatzfall könne die nämlich weiter über die Kreuzung fahren. „Der Bauleiter vor Ort erhalte einen Melder und bekomme bescheid, falls es einen Einsatz geben sollte, sagt Ritz. Dann werde die Durchfahrt für die Einsatzfahrzeuge freigemacht. „Es muss also niemand Sorge haben, wenn es brennen sollte.“

Für den normalen Verkehr wird die Drehscheibe aber sieben Wochen lang gesperrt bleiben. Mit dem Bau des Kreisels werden auch die Anschlussbereiche an die Kasseler Straße sowie die Ziegenhainer Straße ausgebaut und die Kanalanlagen erneuert. Dafür müssen Autofahrer weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen, Verkehrsführungen mussten geändert werden. So zum Beispiel am Bindeweg an der Theodor-Heuss-Schule: „Dort wurde eine Einbahnstraße eingerichtet“, sagt Jacobi. Das bedeutet, von der Ziegenhainer Straße kommend können Autofahrer nicht mehr in den Bindeweg hineinfahren. Das hatten laut Jacobi am ersten Tag noch viele missachtet.

Der Kreisel mit einem Außendurchmesser von etwa 19 Metern wird eine fünf Meter breite Fahrbahn erhalten. Der Innenkreis wird so gestaltet, dass Busse und Schwerverkehr darüber fahren können. Verkehrsinseln aus Granitsteinen sollen für die Sicherheit der Fußgänger sorgen.

Test der Umleitungsstrecken

Wir haben zum Baustart am Montag die offiziellen Umleitungen getestet. Gestartet sind wir von Hebel kommend am Abzweig zur Kreisstraße 26, die in Richtung Mardorf und Homberg führt. Schon früh weisen Schilder auf der B254 auf die Sperrung der Drehscheibe hin. Dass Autos aber bis in die Stadt gelangen und auch dort eine Umleitung fahren können, wird nicht ersichtlich.

Variante 1

Wer nicht komplett um Homberg herumfahren möchte, kann am Abzweig der B254 zur Kreisstraße abfahren und der Kasseler Straße bis Homberg folgen. In der Stadt wird früh angezeigt, dass sich Autofahrer ab Mühlhäuser Straße einen anderen Weg suchen müssen. Also geht es an der Ecke Kasseler Straße / Mühlhäuser Straße nach rechts und direkt wieder nach links in den Stellbergsweg, am Rewe-Markt vorbei.

Von dort ist die Umleitung gut ausgeschildert: nach links in die Engelhard-Breul-Straße einbiegen, auf den Bindeweg fahren. So gelangen Autofahrer wieder auf die Ziegenhainer Straße. Einziges Problem: Der Bindeweg wurde an der Theodor-Heuss-Straße zur Einbahnstraße. Das wussten viele nicht oder missachteten die Schilder. Deshalb sollten Autofahrer dort gut auf den Gegenverkehr achten.

Kilometer: 3

Dauer: 5 Minuten

Variante 2

Wer von Hebel kommt und zur Drehscheibe will, hat noch eine andere Möglichkeit: Autofahrer machen einfach einen kleinen Schlenker. An der Kasseler Straße geht es links ab Richtung Melsungen. Über die Hans-Staden-Allee und die Obertorstraße fährt man mit Tempo 20 in die Altstadt. Auf dem Marktplatz wird es etwas unübersichtlich. Bei Baugerüsten, Schildern und Fußgängern müssen Autofahrer aufpassen. Über die Westheimer Straße geht es bis zur Drehscheibe. Das Ziel ist erreicht. Wieder zurück geht es übrigens über die Untergasse.

Kilometer: 3

Dauer: 5 Minuten

Variante 3

Die Strecke führt von der Bundesstraße 254 kommend auf die B323, dann links auf die Ziegenhainer Straße. Dieser müssen Autofahrer nach rechts folgen, so gelangen sie wieder zur Drehscheibe. Die Umleitung ist gut ausgeschildert, und der Verkehr fließt, auf den Bundesstraßen werden im Schnitt 100 Stundenkilometer gefahren. Etwas Wartezeit muss an der Kreuzung zur B323 eingeplant werden. Negativ fällt das Schild mit dem Hinweis „Keine Wendemöglichkeit“ auf. Am Kreisel Richtung Ziegenhainer Straße steht das Schild so, dass Autofahrer dieses nur schlecht umfahren können.

Kilometer: 6

Dauer: 7 Minuten

Variante 4

Die größte Umleitung verläuft über die B 254 zur B 323: Dieser müssen Autofahrer bis zu der zweiten Ausfahrt in Richtung Homberg folgen. Dort geht es über den Kreisel auf die Hersfelder Straße in Richtung Wallstraße. An der Ausschilderung der Umleitung muss noch gefeilt werden – Ortsfremde könnten, nachdem sie bei Caßdorf von der B 254 abgefahren sind, irrtümlich wieder auf die Bundesstraße in die Gegenrichtung auffahren. Es fehlt ein weiteres Umleitungsschild an der Kreuzung, das Autofahrer nach links auf die B 323 führt.

Kilometer: 9

Dauer: 11 Minuten

Quelle: HNA

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