Wöhler-Preis ist mit 2500 Euro dotiert

Homberger Chemielehrer für besonderes Engagement ausgezeichnet

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Chemie muss nicht langweilig sein: Martin Holfeld wurde ausgezeichnet, weil er im Unterricht auf Experimente setzt. 

Homberg. Für Dr. Martin Holfeld ist es eine Herzensangelegenheit, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Jetzt wurde er für sein Engagement ausgezeichnet. 

 Experimente, kleine Versuche mit ihnen zu machen, Langweiliges anschaulich zu gestalten – darin engagiert sich der Lehrer der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Homberg besonders.

Für seine Arbeit mit Schülern ist der 54-Jährige deshalb mit dem Wöhler-Preis für besondere Verdienste im Chemieunterricht ausgezeichnet worden. Der wird jährlich nur an einen Preisträger aus Deutschland und Österreich vergeben und ist mit 2500 Euro dotiert.

Wie sehr ihm Kinder und Jugendliche am Herzen liegen, wird besonders deutlich, wenn man mit Martin Holfeld über seinen Beruf spricht. Dann sprudelt es nur so aus ihm heraus. „Ich versuche immer, mit den Schülern zusammenzuarbeiten und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, sagt der Chemielehrer. Ihm sei es wichtig, zu zeigen, wie interessant Naturwissenschaften sein können. „Es ist mir wichtig, Schüler so zu begeistern, dass sie dafür auch ihre Freizeit nutzen.“

Martin Holfelds Unterricht ist experimental ausgelegt, Theorie soll so anschaulich werden. „Wenn es um das Thema Doping geht, kann ich Schülern vereinfacht zeigen, was die Stoffe mit dem Körper machen, statt es ihnen nur zu erklären“, erzählt er. Unzählige Stunden bringt der Lehrer wöchentlich so in seiner Freizeit für Schule und Schüler auf.

Neben seinem Einsatz im Unterricht, leitet Holfeld die Mint-AG, die kürzlich den ersten Platz im Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ belegt hat, organisiert Fortbildungen für Kollegen, ist Abteilungsleiter für Naturwissenschaften an der THS und verbringt mit Schülern in den Ferien auch einmal ein paar Tage in einem Wissenschaftscamp. Auch wenn seine Frau oft zurückstecken muss, so ist der 54-Jährige genau für dieses Engagement auf Vorschlag eines Kollegen vom Verein für Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Unterricht (MNU) ausgezeichnet worden.

Weil Martin Holfeld so begeistert von seinem Job ist, will er die Hälfte seines Gewinns an seine AG spenden. „Wir wollen damit einen 3-D-Drucker bauen.“ Damit könnte Schülern gezeigt werden, wie Vektoren funktionieren. Auch die Studenten, ehemalige Schüler, die ihn bei der AG unterstützen, sollen eine kleine Anerkennung bekommen. Denn dank deren Unterstützung könne er besser auf die Schüler eingehen, so Holfeld.

Auf Kinder und Jugendliche eingehen und sie unterstützen – für den Chemielehrer ist das einer der wichtigsten Punkte in seiner Arbeit. „Es ist schön, zu sehen, wie schnell Kinder dazulernen“, sagt er.

Wohl auch deshalb macht es Martin Holfeld auch so viel Spaß, sich weiter zu engagieren und Jahr um Jahr mitzuerleben, wie aus Kindern Erwachsene werden.

Quelle: HNA

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