Die Wölfe kehren zurück: Ausstellung  im Wildpark Knüll

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Die sind nicht von Pappe: Sechs Wolf-Aufsteller in Originalgröße sollen auf die Ausstellung im Wildpark Knüll neugierig machen, das hofft Sara Engelbrecht vom Wildpark-Team.

Schwalm-Eder. Man kennt ihn aus den Märchen als echten Bösewicht, und die Vorurteile sitzen noch immer tief. Zu Unrecht, wie Sara Engelbrecht vom Wildpark Knüll findet. Wissenswertes rund um die scheuen Tiere gibt es schon bald in einer Ausstellung in dem Park zu sehen.

Engelbrecht muss es wissen, denn im Wildpark Knüll leben acht Wölfe. Und Engelbrecht ist auch überzeugt, dass auch das Leben mit freilebenden Wölfen nicht völlig unproblematisch, aber sehr gut machbar sei.

"Willkommen Wolf!", so lautet der Titel der Ausstellung, die am 2. und 3. Oktober zu sehen sein wird. Dazu gibt es Informationen vom Wolf-Experten Markus Bathen vom Naturschutzbund (Nabu).

Nicht nur in Sachsen und Brandenburg gibt es wieder freilebende Wölfe. Auch in Niedersachsen wurde kürzlich ein Wolfsrudel nachgewiesen. Und im Reinhardswald lebte bis April 2011 ein Wolf.

Tiere werden zurückkehren

Für Wolf-Experten steht fest, dass die Tiere wieder zurück in ihre alte Heimat kommen. Auch Hessen sei ein Wolfs-Erwartungsland, so der Nabu. "Mit Sicherheit kommen die Wölfe auch zurück zu uns", ist auch Engelbrecht überzeugt. Deshalb sei es sehr wichtig, die Menschen zu informieren und ihnen die Ängste zu nehmen.

Doch wie erforscht man Tiere, die man fast nie zu Gesicht bekommt? Was unterscheidet einen in Gefangenschaft lebenden Wolf von einem wilden Wolf? Antworten auf diese Fragen gibt Markus Bathen. Seit sechs Jahren arbeitet er für das Nabu-Projekt "Willkommen Wolf!" in der sächsischen Lausitz und somit dem Kerngebiet der deutschen Wolfspopulation.

Sara Engelbrecht freut sich auf die interaktive Ausstellung: "Sie hält viele Überraschungen bereit. So kann man zum Beispiel in einem Zelt wie ein Wolf heulen, das wird dann aufgezeichnet und ausgewertet", sagt sie.

Außerdem nehme man somit an einem Rekordversuch teil, denn alle Heuler sollen am Ende der Ausstellungsreise zusammengeschnitten und zum längsten Geheul der Welt werden.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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