Grundsteinlegung der AWO-Altenzentren in Bad Zwesten und Niedenstein

Wohnen mitten im Ort

Eine Schaufel Steine pro Grundsteinlegung: (von links) Michael Köhler, Bürgermeister von Bad Zwesten, Manfred Paul, Parlamentsvorsitzender, Udo Schwetlick, Bauträgergesellschaft Schwetlick , Manfred Schmidt, Geschäftsführer der AWO-Nordhessen. Foto: Nickoll

Bad Zwesten/Niedenstein. Zwei Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis haben bald eine neue Gemeinsamkeit: In Bad Zwesten und Niedenstein entstehen identische Altenpflegeheime. Die Grundsteine sind gelegt, eröffnen sollen sie im August 2014. Betreiberin ist jedes Mal die AWO-Nordhessen.

Auf dem ehemaligen Gelände des Hotels Altenburg, Ecke Kasseler Straße/Hardtstraße haben die Bauarbeiten für ein Altenzentrum auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal als erstes begonnen. Eröffnet wird es voraussichtlich im August 2014. Das AWO-Altenzentrum in Niedenstein entsteht an der Ecke Schulstraße/Am Goddelbusch.

4,5 Millionen Baukosten

„Wir haben hier ein ideales Grundstück gefunden, auf dem auch Rollstuhl- und Rollatorfahrer sich bewegen können“, sagte Manfred Schmidt, Geschäftsführer der AWO-Nordhessen bei der Grundsteinlegung in Bad Zwesten. „Es ist eine Pflegeeinrichtung für Menschen mit hohem körperlichen Pflegebedarf und Demenz.“

In Bad Zwesten ist die Schwetlick Bauträgergesellschaft Investor und Bauherr, in Niedenstein nur Bauträger und die KVK Versorgungskasse Geldgeber. Der Bau jedes Zentrums koste 4,5 Millionen Euro, sagte Schmidt.

Die Einrichtung: Die Wohnheime haben 52 Plätze, die Zimmer sind mit Bad ausgestattet und 19 Quadratmeter groß. Ein Wohlfühlbad pro Haus und mehrere 40 Quadratmeter große Balkone und Terrassen, sollen für Abwechslung sorgen. „Die Zimmer können die Bewohner mit eigenen Möbeln selbst einrichten“, so Schmidt.

Vertrauen zwischen den Bewohnern solle dadurch entstehen, dass immer 13 Bewohner in einer betreuten Wohngemeinschaft leben, so Schmidt. Die AWO nennt sie Großfamilien, vier davon werde es in jedem Altenzentrum geben.

Wohnen in Großfamilien

„Der eine kann sich selbständig waschen und anziehen, die andere kann nach alten Rezepten backen, eine andere kann perfekt die Wäsche zusammenlegen“, heißt es in einer Mitteilung der AWO über das Pflegekonzept. Zusätzlich stehen den Wohngemeinschaften jeweils zwei Alltagsbegleiterinnen zur Verfügung, die die Senioren unterstützen. Neben der Haushaltsgemeinschaft sei es für den Anschluss der Senioren an die Gemeinde wichtig, dass die Altenzentren zentral stehen.

„Die Lage an zwei Straßen ist gut, weil die Senioren so in der Mitte der Gesellschaft sind und nicht vereinsamen“, sagte Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler. 20 Jahre habe die Gemeinde auf das Wohnheim gewartet. Nicht nur die Betreuungslücke werden geschlossen, sondern auch Jobs geschaffen. „Pro Platz schaffen wir nahezu einen Arbeitsplatz“, rechnete Schmidt vor: In jedem Zentrum sollen 45 Arbeitsplätze entstehen, etliche seien Teilzeitjobs.

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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