Architekt stellte  Pläne für die neue Ortsmitte in Körle vor

+
Diese Gebäude sollen abgerissen werden: Die VR-Bank würde in einen der Neubauten umziehen, die Scheune links im Bild steht weitgehend leer. Eine weitere Scheune und ein Fachwerkhaus (nicht im Bild) wären ebenfalls vom Abriss betroffen.

Körle. Apotheke, Arztpraxis und Bank dicht beisammen in der Mitte Körles: So sieht der Entwurf für das neue Ortszentrum an der Nürnberger Straße aus. Architekt Wilmar Rüttger stellte seinen Entwurf am Donnerstagabend bei einer Bürgerversammlung im Gasthaus Zur Krone vor.

Der Saal der Gaststätte war proppenvoll: Rund 90 Menschen waren gekommen, um sich über die Pläne für das neue Ortszentrum und für das Baugebiet am Körler Berg (siehe hierzu Artikel unten) zu informieren.

So würden die Fassaden der Neubauten aussehen: oben das Wohnhaus, unten Apotheke, Arztpraxis und Bank.

Das derzeitige Gebäude der VR-Bank, die dahinter stehenden alten Scheunen und das Fachwerkhaus rechts neben der Bank sollen abgerissen werden. Auf der frei werdenden Fläche sind mehrere Neubauten geplant: Neben Apotheke, Arztpraxis und Bank soll ein zweigeschossiges Wohngebäude mit sechs Eigentumswohnungen entstehen. Außerdem sind 38 Parkplätze vorgesehen.

Die Wohnungen mit einer Größe zwischen 34 und 85 Quadratmetern sind dem Entwurf zufolge für Senioren geeignet. Alle Wohnräume sind barrierefrei, das Haus soll einen Aufzug haben. Für Senioren seien die Wohnungen auch deshalb attraktiv, weil Arzt, Supermarkt, Bäcker und Metzger fußläufig erreichbar seien, sagte Bürgermeister Mario Gerhold.

Der Kaufpreis würde nach Angaben Rüttgers bei 2200 bis 2300 Euro pro Quadratmeter liegen. Eine 62,5 Quadratmeter große Wohnung im ersten Obergeschoss würde demnach etwa 140 000 Euro kosten.

Neue Nutzung für Alte Schule

Info-Flyer zu den geplanten Eigentumswohnungen sollen ab der kommenden Woche im Körler Rathaus ausliegen. „Wenn sich genügend Kaufinteressenten melden“, sagte Architekt Rüttger, „können wir 2014 mit der Realisierung beginnen.“ Die Bauzeit schätzte er auf zwölf Monate. „Über der Arztpraxis wären drei weitere Wohnungen denkbar“, sagte Rüttger. Er wolle aber erstmal abwarten, wie groß das Interesse sei.

Die Alte Schule, in der die Apotheke derzeit untergebracht ist, könnte nach dem Umzug anderweitig genutzt werden, kündigte Bürgermeister Gerhold an. Räume für Kinderbetreuung, Bücherei, Vereine oder Jugendpflege seien denkbar. Voraussetzung seien allerdings Fördermittel vom Land Hessen. „Allein kann die Gemeinde das nicht finanzieren“, sagte Gerhold.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare