Schornstein brannte in Röhrenfurth: Feuerwehr kannte Gebäude schon

Röhrenfurth. Am Dienstagmittag hat in der Weserstraße in Röhrenfurth ein Schornstein gebrannt.

Eine Nachbarin, die gerade die Straße kehren wollte, sagte: "Es roch stark nach Rauch. Als ich mich umgesehen habe, schlugen meterhohe Flammen aus dem Schornstein des Bauernhauses und es stiegen auch dichte Rauchwolken auf."

Ein Mitarbeiter der Firma EAM hatte dies auch beobachtet und die Feuerwehr alarmiert. Innerhalb weniger Minuten waren 28 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Röhrenfurth, Melsungen und Schwarzenberg vor Ort.

Atemschutzgeräteträger gingen sofort in das Haus und kontrollierten, ob der Schornsteinbrand schon in einem der Räume zu einem offenen Feuer geführt hatte. Dies war nicht der Fall, auch waren keine Personen zur Zeit des Brandausbruches in dem Haus.

Vorsorglich bauten die Einsatzkräfte eine Wasserversorgung vom Hydranten zu dem Haus auf. Alle betroffenen Räume wurden mit der Wärmebildkamera kontrolliert und der Schornstein überprüft. Im oberen Teil war Glanzruß in Brand geraten. Von der Drehleiter aus ließen die Feuerwehrleute Schornsteinfegerwerkzeug in den Kamin und sorgten so dafür, dass sich der Rauchabzug nicht zusetzten konnte und der Ruß im Keller aus einer Reinigungsöffnung entfernt wurde. Der zuständige Schornsteinfeger kontrollierte anschließend gemeinsam mit der Feuerwehr die gesamte Feuerungsanlage und reinigte den Schornstein.

Für die Feuerwehrleute grenzt dieser Einsatz an dem betroffenen Gebäude schon bald an Routine. Schon mehrfach waren sie in den letzten Jahren zu Schornsteinbränden an das Haus in der Weserstraße gerufen worden. Wie an der Einsatzstelle vermutet wurde, ist die Feuerungsanlage nicht mehr in Ordnung, so dass es immer wieder zu Bränden in dem Schornstein kommt.

Schornstein brannte in Röhrenfurth

Einsatzleiter Michael Iwanowski, Stv. Stadtbrandinspektor, bezeichnete das System, dass bei Einsätzen nicht nur die Wehr des entsprechenden Stadtteils, sondern der komplette Löschzug alarmiert als sehr hilfreich. Gerade in der Mittagszeit, wenn in vielen größeren Betrieben Schichtwechsel anstehen, sind sonst nicht genügend Feuerwehrleute anwesend, um schnell vor allem genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben. Auch der Rettungsdienst aus Melsungen war mit einem Rettungswagen und dem Notarzt an der Einsatzstelle. Ebenso Beamte der Polizeistation Melsungen und die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Homberg. (zot)

Quelle: HNA

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