Sechs Hektar dazugekauft

Wohnpark Brundershausen soll größer werden

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Baldige Umnutzung: Mitten in Remsfeld soll demnächst ein Wohnpark für Generationen mit einem Pflegeheim für Senioren entstehen. Der auf dem Foto zu sehende vordere Bereich wird zum bisher erworbenen Gelände dazu gekauft.

Knüllwald. Der geplante Mehr-Generationen-Wohnpark in Remsfeld soll nun noch größer werden. Die Knüllwälder Gemeindevertreter beschlossen in ihrer Sitzung in Wallenstein, 6000 Quadratmeter dazu zu kaufen, um mehr Möglichkeiten für ein großes Konzept mit Pflegeeinrichtung für Senioren zu schaffen.

Nun stehen 11,5 Hektar für den Wohnpark Brundershausen, wie er im Volksmund genannt genannt wird, zur Verfügung. Die Gemeinde hatte schon den hinteren Teil des alten Fabrikgeländes für das Vorhaben bereitgestellt, die Hessische Landgesellschaft hat es zunächst gekauft. Ebenso soll auch mit dem vorderen Gelände verfahren werden. 278 000 Euro sollen dafür ausgegeben werden.

Der Kauf sei nun möglich geworden, weil der Inhaber der Flächen erst kürzlich einem Verkauf zugestimmt habe und der Preis akzeptabel sei. Die Gemeinde war schon länger an dem Grundstück interessiert gewesen. Es handle sich um den vorderen Bereich der ehemaligen Stuhlfabrik an der Hauptstraße.

Eine neue Entwicklung zeichnet sich auch für die maroden Gebäude ab. "Die Häuser auf dem bisher gekauften Gelände im hinteren Bereich sollen im Herbst abgerissen werden", sagte Bürgermeister Jörg Müller. In der nächsten Woche werde die Ausschreibung vergeben.

Spätestens Anfang Oktober werde mit dem Abriss begonnen. Ob auch die Gebäude im vorderen Bereich weichen müssen, stehe noch nicht fest. Helmut Wettlaufer (Fraktionssprecher der SPD) sieht in der Förderung durch das Stadtumbau-Programm eine einmalige Gelegenheit für ein solches Zentrum. "Das ist alternativlos", sagte er. "11,5 Hektar mitten in Remsfeld, das gibt es sonst nirgends", sagte er. Zudem sei dies eine Lösung, die auch den Nachbarn gerecht werde.

Diese Chance sollte man unbedingt nutzen. Aus dem Stadtumbau-Programm West können bis zu 70 Prozent gefördert werden. Die Förderung muss noch dieses Jahr beantragt werden, das Programm läuft 2014 aus.

Auf dem Gelände könne eine Pflegeeinrichtung mit stationärer Pflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege und Diakoniestation entstehen. Möglicherweise soll dort ein Kompetenzzentrum für an Demenz erkrankte Menschen gebaut werden.

Zudem sollen aber auch junge Menschen dort wohnen können, um ein wirkliches Mehr-Generationen-Projekt umzusetzen. Es gebe bereits Verhandlungen mit Investoren. Die Gemeinde muss Eigentümer des Grundstücks bleiben, um die Förderung aus dem Programm Stadtumbau West zu erhalten.

Quelle: HNA

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