Wohnraum für Studenten: Fraktionen präsentieren Thesenpapier

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Im Fokus: Die Uferpromenade zwischen Bartenwetzer- und Schlossbrücke ist im 1. Bauabschnitt dran.

Melsungen. Die Bürgermeisterwahl haben sie denkbar knapp verloren – der Gestaltungswille ist ungebrochen: Die Fraktionen von SPD und FDP wollen die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister Markus Boucsein mit Inhalt füllen.

Während einer Klausurtagung haben beide Fraktionen zehn Punkte für die Entwicklung der Stadt erarbeitet und jetzt Boucsein präsentiert. In vielen Dingen sei man deckungsgleich, stellt der neue Bürgermeister fest.

Er habe auch vor der Wahl gesagt, dass ihm nicht daran gelegen sei, Fraktionen auszuschließen. Über die Einladung habe er sich gefreut: „Ich möchte fraktionsübergreifend arbeiten, wenn die Ideen zusammenpassen“, sagt er.

• Konsens gibt es bei der Umgestaltung der Fulda-Uferpromenade. „Dieser Abschnitt muss ein Magnet werden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, sagt SPD-Chef Volker Wagner. Dabei geht es jetzt vornehmlich um die Gestaltung des ersten Bauabschnitts zwischen Schlossbrücke und Bartenwetzerbrücke (großes Bild). „Dieser Bereich ist aus Sicht der Fraktionen der wichtigste und gleichzeitig teuerste Abschnitt. Für den Haushalt 2014 würde man 500 000 Euro bereitstellen wollen.

• SPD und FDP schlagen außerdem vor, dass das aktuelle Grundstück der Polizei samt Gebäuden von der Stadt Melsungen erworben werden muss, um diese in die Neugestaltung des Areals am Sand einfließen zu lassen, berichtet Joost Fastenrath, Vorsitzender der FDP-Fraktion.

Es müssten dringend Gespräche mit dem Land geführt werden, damit die Polizei bald in die Nähe des neuen Feuerwehrstützpunkts umsiedeln könne. Wohnraum schaffen Ebenfalls nah beieinander sind sind die SPD, FDP und der Bürgermeister bei der Entwicklung der Innenstadt und der Quartiersgestaltung. Für beide Fraktionen ist die weitere Sanierung von Quartieren in der Innenstadt eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft. „Wir wollen attraktiven und bezahlbaren Wohnraum schaffen“, sagt Wagner.

Die Eigenkapitalerhöhung der Wohnungsbaugesellschaft sei dabei ein Anfang. „Ich unterstütze das Vorhaben voll und ganz“, so Boucsein. Auch die von den Fraktionen vorgeschlagene Ansiedlung von jungen Menschen könne er sich vorstellen. „Wenn man das Thema ernst nehme, müsse – wie von den Fraktionen vorgeschlagen – mit der Universität Kassel, der Stadt Melsungen und der Wirtschaft ein Bedarf ermittelt werden. „Dann können wir weiter diskutieren“, sagt Boucsein.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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