Stadt setzt Zeichen bei Windkraft

Wolfhagen: Ausbau der Hans-Staden-Straße vor Sommerferien

Rüttelpiste: Die Hans-Staden-Straße in Wolfhagen ist in einem schlechten Zustand. Noch vor den Sommerferien soll die Straße erneuert werden. Fotos:  Welch

Wolfhagen. Noch vor den Sommerferien soll es losgehen: Der Ausbau der Hans-Staden-Straße steht bevor. Das erklärte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake gegenüber der HNA. Der Magistrat der Stadt habe jetzt den Auftrag an eine Korbacher Firma vergeben.

Über das Vorhaben war in der Vergangenheit heftig diskutiert worden. Anwohner, die am Ausbau finanziell beteiligt werden, hatten erhebliche Bedenken geäußert. Dabei ging es auch um die geplante Anzahl von Parkplätzen. Diese werde nun von ursprünglich acht auf fünf reduziert, so Schaake und betont: „Die Straße muss gemacht werden, sie ist in einem miserablen Zustand.“

Der Ausbau der vielbefahrenen, maroden Piste mit einem neuen Fahrbahnbelag soll noch vor dem Winter abgeschlossen sein. Geschätzte Kosten: rund 330 000 Euro. Davon muss die Kommune circa 300 000 Euro aufbringen, Anwohner werden dabei anteilig zur Kasse gebeten.

Nach der Kommunalwahl will die Stadt jetzt auch ein Zeichen beim Thema Windkraft setzen. „Wir stellen beim Regierungspräsidium einen Antrag auf Prüfung zum Bau von Windkraftanlagen am Rödeser Berg“, sagt Verwaltungschef Schaake. Er rechne nicht mit einer schnellen Entscheidung, aber man wolle nicht unnötig Zeit verstreichen lassen. Schaake sieht in diesem Schritt ein Bekenntnis zum geplanten Windkraftstandort zwischen Niederelsungen und Nothfelden. Sollten die Messergebnisse am Rödeser Berg allerdings zu dem Ergebnis führen, dass sich ein Windpark dort nicht rechnet, lasse man die Pläne wieder fallen. Schaake: „Aber damit rechne ich nicht.“

Anfang Mai, so der jetzige Stand, soll am Rödeser Berg ein 200 Meter hoher Messmast aufgestellt werden. Mit einem kleinen Gerät wird am Berg bereits seit einigen Monaten per Laser der Wind gemessen. Der hohe Windmast soll dem Fraunhofer Institut IWES in Kassel auch verlässliche Ergebnisse für vergleichbare Windstandorte in Deutschland liefern.

Wie es in der Region grundsätzlich mit Windkraft weitergeht, ist derzeit im Detail nicht klar, nachdem der gültige Regionalplan beim Thema erneuerbare Energien gekippt wurde. Bürgermeister Schaake rechnet mit weiteren Windkraftanlagen in der Region. Die Möglichkeiten der Stadt, dabei regulierend einzuwirken, um eine Verspargelung zu verhindern, scheinen nun geringer zu werden. Ziel sei es immer gewesen, so Schaake, einen Flächennutzungs- und Bebauungsplan für Windkraft im Bereich der Stadt Wolfhagen aufzustellen. Daran halte man auch fest, „auch wenn wir derzeit etwas in der Grauzone sind und warten müssen, was das Regierungspräsidium wirklich will“.

Quelle: HNA

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