Fertiger Festmeter kostet 60 Euro – Industrie zahlt weniger

Brennholz-Absatz um 20 Prozent gestiegen

Wolfhagen. Brennholz aus der Region steht hoch im Kurs. In den Wäldern, die im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Wolfhagen liegen, ist der saisonale Absatz innerhalb von fünf Jahren von 12.000 auf 15.000 Festmeter (Kubikmeter) Holz gestiegen.

Die verstärkte Nachfrage nach dem natürlichen Heizstoff wird allerdings – anders als aktuell in Niedersachsen – nicht zu einer Preissteigerung führen.

Das Forstamt Wolfhagen habe bereits im vergangenen Jahr die Preise angezogen, sagt Amtschef Uwe Zindel. Für den Festmeter fertiges Brennholz, der vom Waldweg abgeholt wird, zahlt der Kunde derzeit um die 60 Euro. Wer sich sein Heizmaterial aus Kronenholz selbst zurechtsägt, müsse etwa die Hälfte der Summe hinblättern. Allerdings gehe der Trend eindeutig zum portionierten, abholbereiten Holz. Der höhere Preis ergebe sich aus dem höheren Aufwand; so müssten die Kleinmengen separat gerückt und abgerechnet werden.

In den zurückliegenden Jahren ist der Brennholzpreis spürbar gestiegen. Generell sei um die Ware Holz ein Konkurrenzkampf entbrannt, sagt Zindel. Privatpersonen wollen den Rohstoff als vergleichsweise günstigen Energielieferanten. Zudem sei das Interesse der Industrie am Rohstoff wieder entflammt. Die fertigt daraus Spanplatten und Papier.

Die Werkstoffindustrie baut Kapazitäten auf, um sich alle Verkaufsmöglichkeiten offen zu halten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, schließlich ist der Hiebsatz gedeckelt. Da die Industrie größere Mengen abnimmt, zahlt sie mit etwa 50 Euro pro Festmeter einen niedrigeren Preis als Privatkunden.

Teures Erdöl und Gas dürften ein Grund für die ungebremst starke Nachfrage nach Brennholz sein. Ein Festmeter Buchen- oder Eichenholz entspricht dem Heizwert von 200 Litern Heizöl.  

Quelle: HNA

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