Show "Happy Aua"

Comedian Hans Werner Olm begeistert beim Winterfestival in Wolfhagen

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Unterhaltungskünstler der speziellen Art: Comedian und Kabarettist Hans Werner Olm begeisterte das Publikum im Kulturladen mit Geschichten über die Ironie des Lebens.

Wolfhagen. Abschluss des Winterfestivals mit Comedian und Kabarettist Hans Werner Olm im Wolfhager Kulturladen. Er präsentierte seine Show "Happy Aua".

Mit Hans Werner Olm und seiner Show „Happy Aua“ brachten die Macher des Kulturladens am Freitag zum Abschluss des erfolgreichen Winterfestivals 2019 ein Glanzlicht der Comedy- und Kabarettszene auf die Bühne.

Im ausverkauften Kulturladen stellte sich Comedian und Kabarettist Hans Werner Olm als Geschichtenerzähler über die Ironie des Lebens vor, der nun schon zum vierten Mal in Wolfhagen auftrat, laut Olm „eine kleine sympathische Weltstadt am Arsch der Welt“. Er sei extra die A7 heruntergebrettert, denn Wolfhagen sei für ihn ein „Burner“, da müsse er hin, teilte er gleich zu Beginn dem gut aufgelegten Publikum mit.

Doch dann legte der gebürtige Bochumer und Wahl-Berliner los und teilte gnadenlos nach allen Seiten aus. „Männer, die auf der Suche seien, sollten sich als Deko bei Ikea hinstellen, denn Frauen nähmen sowieso allen Scheiß mit“ haute er den Besuchern um die Ohren.

Heute seien alle verweichlicht und paranoid, behauptete der 63-jährige und lobte seine Generation, die vor 1970 geboren wurde. Die waren noch hart im Nehmen. Urlaubsreisen mit fünf Personen im Fiat Panda über 2000 Kilometer am Stück mit kettenrauchenden Eltern hätten die Kinder nur widerstandsfähiger gemacht. 

Heute hätten alle Luxusprobleme. Kinder mit einem kleinen Kratzer am Knie kämen sofort in die Röhre und zum Traumata-Psychiater, behauptete der Kabarettist.

Vorliebe für schwarzen Humor

Beliebte Ziele seines Spotts waren auch gewisse Fernsehprogramme. „Es kann keiner mehr in Ruhe versagen oder Geld ausgeben, schon kommt ein Coach daher!“, witzelte er.

Doch von Satz zu Satz wurde er immer härter und kompromissloser in Sache und Sprache. Bei seiner Anleitung zum Selbstmord als Zeitvertreib gefror einigen Besucher das Lachen auf dem Gesicht. Und seine Vorliebe für schwarzen Humor offenbarte er bei der Erzählung vom Besuch beim Gruftbestatter. Beißender Spott und boshafter Sarkasmus sind seine Waffen im Kampf vor allem gegen „Social Media“ und die Fernseh- und Kinowelt.

Der Komiker und Kabarettist ist auch ein talentierter Sprachkünstler. Er spielt mit der deutschen Sprache, indem er sie zerlegt und zu neuen Begriffen oder Bedeutungen wieder zusammenbaut. So steht Adipositas-Tümmler für Übergewichtige, Kreisch-Köttel für Kleinkinder und der Daumen ist die Währung für das Handy. Doch seine parodistischen Gesangs- und Rappereinlagen sorgten beim Publikum für Gelächter ohne Ende. Nach zwei Stunden humorvollem Dauerbeschuss mit Geschichten, Gags und Gesang verabschiedete das begeisterte Publikum Hans Werner Olm mit frenetischem Applaus.

Quelle: HNA

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