Arbeitsmarkt stabil trotz Krise

Wolfhagen hat erneut geringste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk

Die Lage am nordhessischen Arbeitsmarkt bleibt stabil: Wolfhagen hat erneut die geringste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.
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Die Lage am nordhessischen Arbeitsmarkt bleibt stabil: Wolfhagen hat erneut die geringste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk.

Unbeeindruckt von der aktuellen Lockdown-Diskussion zeigt sich die Lage am nordhessischen Arbeitsmarkt stabil. So auch im Geschäftsstellenbezirk Wolfhagen: Von Januar auf Februar kamen nur elf Arbeitslose neu hinzu.

Wolfhager Land – Insgesamt waren im Februar 939 Personen ohne Arbeit. Erfreulich: Mit einer Quote von 4,4 Prozent (4,1 Prozent im Vorjahresmonat) hatte das Wolfhager Land im Februar erneut die geringste Arbeitslosenquote im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Kassel. „Der anhaltende Krisenmodus in der Corona-Pandemie spiegelt sich auch im Februar nicht ungewöhnlich stark in den Arbeitsmarktzahlen wider“, zieht Agenturchef Detlef Hesse Bilanz. Zwar würden aktuell Corona-bedingt weniger Arbeitskräfte eingestellt, aber immerhin gebe es - mit Ausnahme der üblichen saisonalen Gründe - auch keine größeren Entlassungen.

So setze sich die relative Stabilität der letzten Monate fort und beschere wie üblich im dritten Wintermonat etwas mehr Arbeitslose – diesmal allerdings ausschließlich in der Stadt Kassel, während im Landkreis Kassel und im Werra-Meißner-Kreis die Zahlen in der Summe sogar zurückgingen. Laut Statistik gibt es aktuell 18 249 Arbeitslose in Stadt Kassel, Landkreis Kassel und Werra-Meißner-Kreis. Das sind nur 67 mehr als im Januar, dennoch 2302 mehr als im Februar 2020. Die Gesamt-Arbeitslosenquote bleibt unverändert gegenüber dem Vormonat bei 6,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es 5,5 Prozent.

Auch wenn der Monatsvergleich kein Grund zur Sorge sei, so bleibe nach wie vor das deutliche Plus an Jobsuchenden, insbesondere an Langzeitarbeitslosen, als negativer Marker. Darauf weist der Agenturchef hin. Die Zahl der Menschen, die länger als ein Jahr ohne Arbeit sind, ist laut Statistik mittlerweile um 168 Prozent gestiegen. Da zeigt sich laut Hesse die krisenbedingt schwierige Vermittlung.

Arbeitsmarkt im Bezirk Kassel im Februar (Grafik HNA)

„Es gibt aber auch positive Signale“, betont der Arbeitsmarktexperte. So habe sich der Bestand an jetzt 3615 offenen Stellen binnen Monatsfrist um 6,5 Prozent erhöht – die größte Steigerung hessenweit. Ferner sei der Zugang an Arbeitslosen aus Erwerbstätigkeit gegenüber Januar um fast 40 Prozent gesunken, während zeitgleich die Vermittlung in Erwerbstätigkeit mit einem erfreulichen Plus von 15 Prozent punkten könne.

Seit Jahresbeginn gab es im Geschäftstellbezirk Wolfhagen insgesamt 360 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 117 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 320 Abmeldungen von Arbeitslosen (minus 42).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Februar um zwei Stellen auf 213 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 24 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Februar 78 neue Arbeitsstellen, 19 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 170 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 50 Stellen. (Bea Ricken)

Statistik

Deutschland: Februar 2021: 2,90 Millionen Arbeitslose, plus 3750 gegenüber Januar 2021. Quoten: 6,3 Prozent unverändert gegenüber Januar 2021 und gegenüber 5,3 Prozent im Februar 2020.

Hessen: Februar 2021: 197 866 Arbeitslose, minus 1130 gegenüber Januar 2021. Quoten: 5,7 Prozent gegenüber 5,8 Prozent im Januar 2021 und gegenüber 4,6 Prozent im Februar 2020.

Niedersachsen: Februar 2021: 269 037 Arbeitslose, plus 2002 gegenüber Januar 2021. Quoten: 6,1 Prozent unverändert gegenüber Januar 2021 und 5,3 Prozent im Februar 2020. (wll)

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