Polizeieinsatz in Bründersen

Wolfhagen: Zweijährige stand allein und durchnässt am Straßenrand 

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Einsatz in der Bründerser Molkereistraße: Nachdem ein Spaziergänger ein Kind an der Straße stehend angetroffen hatte, suchten Polizeibeamte, bis sie die Herkunft geklärt hatten.  

Bründersen. Ein durchnässtes Kind beschäftigte am Sonntagmorgen die Beamten der Wolfhager Polizei. Ein Spaziergänger entdeckte das Mädchen.

Um 6.57 Uhr wurde der Wache der Wolfhager Polizeistation telefonisch gemeldet, dass an der Molkereistraße im Wolfhager Stadtteil Bründersen ein etwa zweijähriges Mädchen im Schlafanzug stehe, völlig durchnässt, nicht sprechen könne oder sprechen wolle. Mitgeteilt wurde das Ganze von einem Anwohner der Molkereistraße, der gerade einen Spaziergang unternehmen wollte und dabei das Kind entdeckte.

Nach Angaben eines Sprechers der Wolfhager Polizeistation nahm der Mitteiler - selbst Vater kleiner Kinder - das Mädchen nach dem Informieren der Polizei mit zu sich nach Hause, wo man dem Kind als erstes trockene Kleidung anzog.

Wenig später sei dann eine Streife der Wolfhager Polizei eingetroffen, da das Kind aber nicht redete, brachte es die Beamten bei der Suche nach den Eltern oder Erziehungsberechtigten nicht weiter. Also machten sich die Beamten auf, um von der Fundstelle aus Haus für Haus, Wohnung für Wohnung abzuklappern, zu klingeln und nachzufragen, ob jemand das Kind kennt. Bei der ersten Wohnung klingelte man vergebens, niemand öffnete. Die Nachfrage in der weiteren Nachbarschaft blieb ohne Erfolg, niemand vermisste ein Kind oder konnte Hinweise darauf geben, wo ein etwa zweijähriges Mädchen wohnt.

Kind hatte bei Tante übernachtet

Auch eine Online-Abfrage des Melderegisters brachte die Ermittler nicht weiter, für Bründersen brachte die Suchanfrage für ein etwa zweijähriges Mädchen kein Ergebnis.

Letztlich war es der Hartnäckigkeit der Polizeibeamten vor Ort zu verdanken, dass sich keine zwei Stunden, nachdem das Kind vom Spaziergänger angetroffen worden war, die Sache aufklärte. An den Haustüren, wo im ersten Anlauf beim Klingeln niemand geöffnet hatte, wurde erneut nachdrücklich geklingelt. So auch dort, wo die Suche begonnen hatte. Diesmal wurde geöffnet, erklärte der Polizeisprecher. Mittlerweile war es 8.49 Uhr. Und es stellte sich heraus, dass genau hier die Tante des Mädchens wohnte. Bei ihr hatte das aus Niederelsungen stammende Kind übernachtet, hier hatte es sich offensichtlich morgens aus der Haustür geschlichen und war so auf die Straße gelangt. Weit marschiert war es nicht: Die Tante des Kindes wohnt nach Angaben des Polizeisprechers im Nachbarhaus des Spaziergängers, der das Kind durchnässt angetroffen hatte.

Karte: Hier wurde das Mädchen entdeckt

Quelle: HNA

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