Lydie Auvray gastierte im Wolfhager Kulturladen

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Das Publikum verzaubert: Lydie Auvray während ihres Auftrittes im Wolfhager Kulturladen.

Wolfhagen. Mit dem Kopf zu schütteln hat im Allgemeinen etwas mit Ablehnung zu tun. Tut dies aber jemand mit geschlossenen Augen im Takt zur Musik, dann geht es um Hingabe. So wie bei Eckes Matz.

Er schüttelt den Kopf, wenn er seiner Chefin Lydie Auvray mit seinem E-Piano einen musikalischen Teppich ausrollt, diesem noch dazu mit seinen Percussions ein zauberhaftes Muster verleiht.

Auvray macht es sich darauf am Mittwochabend im Kulturladen gern gemütlich, flirtet mit dem Pianisten zur Linken, schäkert im nächsten Moment mit Markus Tiedemann zur Rechten, der mit seinen Gitarren dem Bild eine Prise Rauheit verleiht, wie sie derzeit vielerorts an der französischen Küste zu spüren sein dürfte.

Diese musikalische Ménage á trois ist es, neben dem Charme der Französin, die diesen Konzertabend zu etwas ganz Kostbarem macht. Mal lyrisch-melancholisch, dann wieder rhythmisch-feurig, stets mit Auvrays klarer und unverkennbarer Handschrift. Walzer und Tangos wechseln sich ab mit gefühlvollen Chansons, die nicht selten von der Liebe erzählen.

Das Instrument gestreichelt

Wenn die Grande Dame der Akkordeonmusik dazu ihr weißes Instrument sanft streichelt, um ihm wenig später leidenschaftliche Klänge zu entlocken, scheint das doch noch immer weit verbreitete Bild eines leicht angestaubten Volksmusik-Instruments mit einem lauten Schlag in tausend Splitter zu zerspringen.

Nicht nur ihre mittlerweile 20 Alben, auch solch traumhaft schöne Konzerte wie das im nahezu ausverkauften Kulturladen sind Beleg dafür, wie wunderbar und vielfältig dieses Instrument sein kann, wenn es in den richtigen Händen ist. Langer Applaus war der Französin sicher.

Quelle: HNA

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