Wind hat Horst umgerissen

Sturm Eberhard: Sorge um Wolfhager Störche Hänsel und Gretel

+
Nach dem Sturm im Glockenborn: Ein Storchenpaar brütet schon seit Jahren dort. Doch als der Sturm den Horst zerstörte ist nicht sicher, ob sich die Vögel neuem Nachwuchs widmen werden.

Bei der Stadt Wolfhagen laufen die Telefone heiß: Die Anrufer machen sich große Sorgen um das Storchenpaar im Bründerser Glockenborn. Denn der Sturm hat am Sonntag den Horst umgerissen.

Aktualisiert um 15.21 Uhr - Schon vor zwei Wochen war das Weibchen, das unsere Leser auf den Namen Gretel getauft haben, im Glockenborn eingetroffen und hatte den Horst besetzt. Ob das Männchen Hänsel überhaupt wieder zurückkommen würde, war zu diesem Zeitpunkt völlig ungewiss. Der Vogel hatte sich im vergangenen Jahr schwer am Bein verletzt und war dennoch im Herbst gen Süden aufgebrochen. Das Paar brütet schon seit drei Jahren erfolgreich im Glockenborn.

Sturm Eberhard: Storchen-Horst landete durch Wind im Wasser

Am Sonntag fällten orkanartige Böen den Horst, der umstürzte und halb im Wasser gelandet ist. Seit zwei Tagen ist nun das Männchen da, und das Paar sitzt perplex auf zwei Bäumen und sucht den Horst. Hänsel hat nach wie vor Probleme mit seinem Bein und humpelt etwas. 

Den Horst hat Sturm Bernhard am Sonntag umgerissen: Eine Firma soll ihn noch in dieser Woche wieder aufstellen.

Die Stadt Wolfhagen war schon aktiv, um das Brutgeschäft noch zu retten. „Ich rechne noch in dieser Woche damit, dass eine beauftragte Firma den Horst wieder provisorisch aufstellt“, sagt Naturschutzbeauftragter Stephan Schmidt.

Ende des Jahres 2019 wolle man dann die Konstruktion fest einbetonieren, um künftig Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Dies würde jetzt zu lange dauern, und es bestehe die Gefahr, dass die Störche derweil abziehen. In diesem Jahr will die Stadt einen weiteren Horst im Glockenborn errichten, da mehrfach Störche Interesse an einer Ansiedlung gezeigt hätten.

Storchenweibchen wartet bei Wenigenhasungen auf Partner

Der Horst auf der Naturschutzfläche bei Wenigenhasungen hat dem Sturm standgehalten. Auch hier wartet das Weibchen auf ihren Partner. Der Storchenmann ist bisher noch nicht aufgetaucht.

Sobald sich das Wetter beruhigt hat, will Stephan Schmidt das Nest noch säubern, damit sich das Wasser nicht darin staut.

Lesen Sie auch: Storchennest in Niestetal von Ästen, Kot und Plastik befreit

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare