Wolfhagen verliert in Kürze zwei Einkaufsmärkte: Netto und Nahkauf schließen

Verschlossene Türen: Der Nahkauf-Markt am Teichberg ist bereits geschlossen, lediglich die dortigen Filialen der Bäckerei Plücker und der Metzgerei Döring bleiben vorerst geöffnet. Foto: Ulbrich

Wolfhagen. Die Stadt Wolfhagen verliert ein Drittel seiner Lebensmittelmärkte: Der Nahkauf am Teichberg schließt offiziell Ende des Monats, auch der Netto-Markt an der Ecke Kurfüsten-/Hans-Staden-Straße schließt, wie ein Sprecher der Unternehmenskommunikation bestätigte.

Zum Zeitpunkt wollte der Sprecher sich nicht äußern, nach HNA-Informationen dürfte es sich aber um Anfang Dezember handeln, da der Mietvertrag über das Gebäude zu diesem Zeitpunkt ausläuft.

Dies sei auch der Grund für die Schließung des Standortes am Eingang zur Wolfhager Altstadt, sagte der Sprecher weiter. Zu Umsatzzahlen wollte er sich ebenso wenig äußern, wie zur Anzahl der Mitarbeiter. Von der Schließung der Netto-Filiale sind nach HNA-Recherchen zehn Voll- und Teilzeitkräfte betroffen, davon zwei Auszubildende. Laut Netto sollen die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten und in andere Filialen integriert werden. Der Netto-Standort in Sand sei gesichert.

Anders stellt sich die Situation für die Belegschaft des Nahkauf-Marktes am Fuße des Teichbergs dar. Neben Inhaber Dietrich Kunst verlieren sieben weitere Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Der 35-jährige Schauenburger hatte den Nahkauf im Jahr 2006 übernommen. Während die ersten Jahre recht gut verliefen, sei es in den vergangenen drei Jahren „immer schwieriger geworden zu überleben“, sagt Kunst. Die Gründe dafür lägen einerseits in der großen Konkurrenz der vielen Märkte in Wolfhagen wie Lidl und Netto, die in den Jahren 2007 und 2009 eröffnet hatten.

Seiner Ansicht nach gibt es mit sechs Einkaufsmärkten eine Überversorgung. Aber auch gestiegene Energiekosten sowie gesunkene Margen in der Lebensmittelbranche und geringere Umsätze hätten laut Kunst zum endgültigen Aus geführt. Ob es eine Nachfolge gibt, sei laut Kunst noch unklar.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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