Mehrere Züge verspäteten sich

Schafherde auf den Gleisen: Zehn Tiere bei Unfall getötet

Altenhasungen/Wolfhagen. Zwei Vorfälle störten am Wochenende den Regiotram-Betrieb in Wolfhagen. Dabei wurden 10 Schafe bei Altenhasungen getötet.

Aus ungeklärter Ursache liefen die Tiere am Samstagabend gegen 23.45 Uhr auf die Gleise, teilte die Bundespolizei Kassel mit. 14 weitere freilaufende Schafe konnten abseits der Bahnstrecke eingefangen werden.

Der Zug der Linie RT 4 war von Kassel in Richtung Wolfhagen unterwegs. Trotz einer Notbremsung konnte der Fahrzeugführer der Regiotram den Unfall nicht mehr verhindern. Neun Tierkadaver verkeilten sich unter dem Zug und mussten geborgen werden. Die 20 Insassen blieben unverletzt.

Die Regiotram wurde bei dem Unfall leicht beschädigt. Sie konnte nach einer Überprüfung weiterfahren. Die Bahnstrecke war in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 23.45 Uhr und 1.06 Uhr gesperrt. Drei Züge verspäteten sich dadurch um etwa eine Stunde.

Regungsloser Mann neben den Gleisen

Eine weitere Regiotram musste am Wochenende eine Notbremsung einleiten. Ein Zugführer hatte am Freitag um 23.18 Uhr einen regungslosen Mann neben den Gleisen kurz hinterm Bahnhof Wolfhagen liegen sehen. Als er ausstieg und helfen wollte, sprang der 18-Jährige auf und floh. Drei Züge verspäteten sich durch den Zwischenfall um jeweils zehn Minuten.

Der wohnsitzlose Wolfhager war am selben Tag schon einmal auffällig geworden: Kurz zuvor soll der offenbar Betrunkene in der Regiotram der Linie 4, die in Richtung Volkmarsen fuhr, randaliert haben. Noch vor dem Eintreffen der Polizisten floh der Mann. Die Polizei konnte die Identität des Mannes ermitteln, da er seine Krankenversicherungskarte im Zug verloren hatte. Trotz wiederholter Fahndung wurde er noch nicht gefunden. Die Bundespolizei hat gegen ihn ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Ulbrich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion