Wolfhager Feuerwehren hatten jede Menge zu tun

Eine Stufe weiter: Stadtrat Norbert Ithner (hinten links) und Stadtbrandinspektor Frank Brunst (hinten, 2. von rechts) mit den beförderten Feuerwehrmännern. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Bei Stellenbesetzungen in Wolfhagen sollten Feuerwehrleute bevorzugt werden, um weiter tagsüber über genügend Einsatzkräfte zu verfügen, forderte Stadtbrandinspektor Brunst.

Niederelsungen. Langweilig war es den Einsatzkräften der Wolfhager Feuerwehren im vergangenen Jahr ganz sicher nicht. Auch wenn Stadtbrandinspektor Frank Brunst während seines Berichts im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Wolfhager Wehren daraufhinwies, dass die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen war, hatten die Retter alle Hände voll zu tun: „Satte 174 Einsätze“, so Brunst, gab es zu bewältigen, nach 201 im Jahr 2014.

Und die Anforderungen waren keinesfalls weniger anspruchsvoll. Verkehrsunfälle, Brände, Gefahrguteinsätze und Hilfeleistungen verlangten den Feuerwehrleuten einiges ab.

„Die Leute können sich darauf verlassen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen.“

Um all diesen Aufgaben in ihrer Vielfalt gewachsen zu sein, betonte der Stadtbrandinspektor, bedürfe es einer fundierten Ausbildung. Auch wenn er die Wolfhager Wehren mit ihren insgesamt 284 Aktiven (das sind drei weniger als im Vorjahr) aktuell gut aufgestellt sieht, warb er dafür, die Lehrgangsangebote ausgiebig zu nutzen.

Medaillen im Niederelsunger Haus des Gastes: die Empfänger der Feuerwehrleistungsabzeichen und der Sankt Floriansmedaille.

Damit die sehr gute Leistungsfähigkeit auch in Zukunft gehalten werden kann, müsse man sich weiter um eine stabile Mitgliederzahl bei den Einsatzabteilungen bemühen. „Wir müssen Neubürger locken, damit sie zu uns stoßen“, sagte Brunst, und auch bei Stellenbesetzungen durch die Arbeitgeber, gerade auch bei den kommunalen, sollte man nach der Beurteilung der beruflichen Qualifikation das Bereitstehen für die Einsatzabteilung als ein wesentliches Einstellungskriterium berücksichtigen. Nur so könne künftig die Tagesbereitschaft der Wehren aufrechterhalten werden. Und dann gelte auchweiterhin: „Die Leute können sich darauf verlassen, dass wir da sind, wenn sie uns brauchen.“

Beitrag für die Zukunft

Einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft der Wehren leisten die Jugendabteilungen. Sie haben derzeit 177 Mitglieder, davon 51 Mädchen.

Brunst lobte die „hohe Akzeptanz“ in den städtischen Gremien und der Verwaltung für die Anliegen der Feuerwehr, nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Anschaffung der neuen Drehleiter und den Aufbau des Feuerwehrdienstleistungszentrums in der Kernstadt für die interkommunale Zusammenarbeit. Er merkte aber auch an, dass es in Sachen Neubau/Ausbau des Wolfhager Stützpunktes zu schleppend laufe.

Stadtrat Norbert Ithner mag da ein wenig Optimismus verbreitet haben, als er betonte, „die Feuerwehr ist uns teuer, aber lieb“. Kreisbrandispektor Sebastian Mazassek griff den Hinweis auf, sagte, „die Feuerwehr ist lieb und teuer, aber es wäre noch teurer, wenn sie nicht käme.“ Im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit sieht Mazassek Wolfhagen „auf einem guten Weg“, und man wolle auch im Landkreis sehen, was man in diesem Bereich machen könne.

Quelle: HNA

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