Pfandbecher als Wasserspende

Wolfhager Kulturzelt unterstützt Kasseler Hilfsorganisation Ynspirewater

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Das Kulturzelt unterstützt die Kasseler Hilfsorganisation Ynspirewater: Marie Alexandra Braubach (2. v. links) und Sascha Donougher (rechts) von Ynspirewater sammeln mit André Wittmann und Manuela Matthaei beim Festival Pfandbecher für Wasserprojekte in Afrika.

Wolfhagen. „Man wird von den Eindrücken erschlagen“, erzählt Sascha Donougher, Gründer von Ynspirewater, von seiner ersten Reise nach Äthiopien. Das Kulturzelt unterstützt die Hilfsorganisation.

Der 28-Jährige aus Kassel hat schon länger Organisationen unterstützt, die sich für Kinder in Entwicklungsländern einsetzen. Vor allem die Wasserkrise in den Ländern und die Wege, um an Wasser zu kommen, haben mich emotional bewegt“, sagt er. Dass dieses Wasser zusätzlich auch noch schmutzig sei und viele Keime beinhaltet, war für ihn ein weiterer Anstoßpunkt.

Weil ihm bei anderen Organisationen zu undurchsichtig war, wohin das Geld geht, schuf er Ynspirewater. „100 Prozent der Spenden gehen bei uns in die Wasserprojekte. Wir garantieren außerdem Transparenz. Jeder Spender bekommt GPS-Daten, Bilder und Videos von dem Projekt, für das seine Spende genutzt wurde“, erklärt er.

Zu den Wasserprojekten gehören aktuell der Bau von Brunnen, Hygieneschulungen und die Ausbildung von Dorfbewohnern zu Ingenieuren, die einen Brunnen im Notfall reparieren können. Die Dankbarkeit, die ihnen vor Ort entgegengebracht werde, sei unfassbar groß. „Wir waren vor vier Wochen in Äthiopien, haben dort drei Wasserprojekte eröffnet und damit 800 Menschenleben erreicht. Das war sehr emotional“, schildert der Geschäftsführer.

Der Kontakt zum Wolfhager Kulturzelt kam über den langjährigen Mitorganisator André Wittmann zustande. „Wir arbeiten beide bei VW und haben uns darüber unterhalten“, blickt Wittmann zurück. Viel Überzeugungsarbeit für die Spendenaktion musste er bei den Mitorganisatoren nicht leisten. „Wir freuen uns, so etwas unterstützen zu können und hoffen auf viele Spender“, sagt Manuela Matthaei vom Kulturmanagement der Stadt Wolfhagen. Bei den Konzerten heute von Max Mutzke sowie an den Folgetagen von Radio Doria, Stahlzeit, Anastacia, Max Giesinger und Wirtz werden drei große Tonnen aufgestellt, wo die Gäste ihre Pfandbecher einwerfen können. Diese werden von Mitarbeitern von Ynspirewater gespült an die Getränkestände zurückgegeben. Der dadurch eingenommene Pfand wird gespendet. Auch beim Familientag am Sonntag möchte Donougher einen Info-Stand anbieten.

Matthaei wies darauf hin, dass das Kulturzelt wie in den letzten Jahren auch regionale Organisationen unterstützt. „Die Erlöse vom Dienstag gehen an den Kinder- und Jugendhospizdienst Nordhessen“, sagt sie.

Mehr Informationen zur Organisation Ynspirewater im Netz.

Quelle: HNA

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