Fuß vom Gas

Wolfhager Land: Gefahr für Wildunfälle ist im September hoch

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Steigt vor allem in der dunklen Jahreszeit: die Gefahr von Wildunfällen.

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit und der Brunftzeit im Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen. Der September war im vergangenen Jahr im Wolfhager Land der Monat mit den meisten Zusammenstößen zwischen Wild und Autofahrern.

Dies geht aus der Polizeistatistik hervor. Von 302 Wildunfällen ereigneten sich 157 im September. Aber auch in der übrigen Zeit müssen Verkehrsteilnehmer überall auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften Begegnungen mit Hirsch, Reh, Schwein und kleineren Wildtieren einkalkulieren, warnt Polizeipressesprecher Matthias Mänz. Im vergangenen Jahr habe es im Landkreis Kassel im Schnitt rund 20 Mal pro Woche zwischen Wildtieren und Autofahrern gekracht. Während es im Jahr 2014 noch 851 Wildunfälle auf den Straßen im gesamten Landkreis Kassel gab, waren es im vergangenen Jahr schon 1039. Bis Ende Juni dieses Jahres haben sich bereits 546 Unfälle ereignet. Als Gründe werden die milden Winter und der Anstieg der Wildpopulation vermutet.

Schwerpunkte der Zusammenstöße im Wolfhager Land liegen laut Mänz in den Gemarkungen von Zierenberg, Habichtswald und Breuna. Auf der Landstraße zwischen Breuna und Oberlistingen sowie auf der Landstraße nach Burghasungen komme es regelmäßig zu Unfällen mit Wild. Ebenso auf der B7 im Waldstück zwischen Niederlistingen und Obermeiser. Die Bereiche würden jedoch jedes Jahr variieren, erklärt der Polizeisprecher.

Der Anteil der Wildunfälle an allen Unfällen im Landkreis Kassel lag im Jahr 2016 bei 28 Prozent.

Besonders achtsam sollten Autofahrer frühmorgens und in der Abenddämmerung in der Nähe von Waldgebieten unterwegs sein, warnt Theo Arend von Hessen-Forst. Mitte September falle der Sonnenaufgang mit dem Hauptberufsverkehr zusammen. Dann werde es besonders heikel.

Quelle: HNA

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