Wolfhager Land: Kommunen lehnen Katzensteuer ab

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Friedlichkeit und Streit liegen nah beieinander: Die Forderung einer Katzensteuer sorgt aktuell für hitzige Diskussionen zwischen Naturschützern und Katzenhaltern. 

Wolfhager Land. Hundehalter sollen  nicht die einzigen sein, die eine Steuer für ihre Vierbeiner zu zahlen haben. Seit mehreren Tagen ist ein neuerlicher Vorstoß im Gespräch, Steuern auf ein Haustier zu erheben: die Katzensteuer. Die HNA hat in den Kommunen im Wolfhager Land nachgefragt, wie sie zu der Einführung einer Katzensteuer stehen.

Jörg Albrecht, Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hatte sich in einem Artikel vehement dafür ausgesprochen und eine Diskussion in der ganz Deutschland losgetreten. Die HNA hat in den Kommunen im Wolfhager Land nachgefragt, wie sie zu der Einführung einer Katzensteuer stehen.

Wolfhagen

Die Erhebung einer Katzensteuer sei zurzeit kein Thema der politischen Diskussion in Wolfhagen, so Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos). "Der Aufwand, jede einzelne Katze in Wolfhagen zu zählen, wäre immens. Dafür brauchen wir zusätzliches Personal. Das ist momentan jedoch eher unrealistisch."

Breuna

Auch die Gemeinde Breuna plant zurzeit nicht, die Steuer in der Kommune einzuführen. Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD): "Ich gehe nicht davon aus, dass sich die gemeindlichen Gremien nicht damit beschäftigen werden."

Zierenberg

Die Stadt Zierenberg wird die Steuer nicht einführen. "Man löst keine Probleme, indem man neue Steuerarten schafft", sagt Bürgermeister Stefan Denn (SPD). "Probleme werden damit nur verschärft."

Es gebe bereits genügend Steuern in der Kommune – unter anderem für Hunde sowie Gewerbe und Grundbesitz. Die Kosten, die der Verwaltungsaufwand verursachen würden, wären erheblich.

Habichtswald

Zurzeit sei die Einführung der Katzensteuer nicht Teil der politischen Diskussion in Habichtswald, sagt Bürgermeister Thomas Raue (SPD). Es liegen auch keine Initiativen vor mit dem Ziel, dass sich die Gemeindegremien mit diesem Thema auseinandersetzen werden. "Man muss auch nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird."

Bad Emstal

Bad Emstal wird die Steuer in absehbarer Zeit nicht einführen, bestätigt Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos). Der Grund dafür sei zum einen, dass die Steuer bisher nicht Teil der politischen Debatte in Bad Emstal sei. Zum anderen stuft der Chef des Rathauses den Verwaltungsaufwand für die Kommune aktuell noch als zu hoch ein.

Naumburg

In Naumburg zeichnet sich das gleiche Bild wie in allen anderen Kommunen des Wolfhager Landes ab , wenn es um die Katzensteuer geht.

Bürgermeister Stefan Hable (CDU) gibt zu dem Thema an, dass der Aufwand, den die Steuer bedeutete, als auch mögliche Einnahmen durch die Abgabe erst noch ermittelt werden müssten. Zurzeit sei die Steuer aufgrund anderer wichtiger Aufgaben noch kein Thema in der Kommune.

Quelle: HNA

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