Wolfhager Senioren hatten Spaß als documenta-Künstler

Wolfhagen. „Eigentlich mag ich die documenta mit diesem modernen Zeugs nicht. Da ist viel Schrott dabei.“, verrät die Seniorin und lacht schelmisch.

Wolfhagen. Was sie nicht davon abhält, sich mit anderen Bewohnern des Wolfhager Seniorenzentrums bei der hauseigenen Wolfomenta mit viel Spaß künstlerisch auszutoben. Acht Außenkunstwerke Mit Hilfe des Hausmeisters ist so der „Zwehrenturm“ auf der Wiese vor der Einrichtung entstanden und acht Bilderrahmen wurden als Außenkunstwerke in Szene gesetzt. Im Foyer des Altersheims hängt ein aus vielen Quadraten zusammengesetztes großes Wandbild. Es ist ein Gemeinschaftswerk von den Bewohnern. „Schauen Sie mal, an den roten Quadraten habe ich mitgemalt“, erzählt die 82-jährige Ingrid Placke stolz. Mit ihr haben Marie Döring (90), Elisabeth Biermann (87), Marie Schnegelsberg (82) und Marianne Wenig (81) den Pinsel geschwungen. „Nicht schlimm, wenn wir schon nicht zur documenta können, haben wir sie eben zu uns geholt.“ Elisabeth Biermann (87) Bewohnerin des Seniorenzentrums Die Idee, die documenta ins Seniorenzentrum zu holen, hatte Sozialpädagogin Stefanie Braun-Hartmann. „Jeder konnte sich mit seinen Fähigkeiten in den einzelnen Projekten verwirklichen“, sagt sie. Die Ideen seien gemeinsam mit den Bewohnern aus den Wohnbereichen, der Tagespflege und dem Betreuten Wohnen entstanden. Auf die Frage, ob die Senioren nicht selbst die documenta besuchen wollten, schütteln alle einmütig den Kopf. Das sei ihnen in ihrem Alter und mit den gesundheitlichen Einschränkungen zu anstrengend. „Nicht schlimm, wenn wir schon nicht zur documenta konnten, haben wir sie eben zu uns geholt“, meint Elisabeth Biermann. Wer die Kunstwerke der Senioren sehen möchte, hat dazu noch bis zum Sonntag Gelegenheit. Zeitgleich mit dem Ende der documenta in Kassel, endet auch die Wolfhomenta im Seniorenzentrum.

Quelle: HNA

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