Lebensmittel für Bedürftige

Wolfhager Tafel wird zehn Jahre alt

Engagieren sich für die Wolfhager Tafel: Henny Meister (links) und Renate Baur beim Einräumen der Lebensmittel. Foto:  zih

Wolfhagen. Die Wolfhager Tafel, ein Projekt des Diakonischen Werkes Hofgeismar/Wolfhagen, besteht seit zehn Jahren.

Am 20. Januar 2003 erfolgte in einem wenige Wochen zuvor angemieteten Laden in der Wolfhager Triangelstraße 2 die erste Lebensmittelausgabe für in Armut lebende und hilfsbedürftige Menschen aus dem gesamten Altkreis Wolfhagen. Das damalige Motto „Verteilen statt vernichten“ besitzt auch im Jubiläumsjahr uneingeschränkte Gültigkeit.

Der jetzt für die Tafel zuständige Diakoniemitarbeiter Marcus Drescher erinnert sich: „Begonnen hat es mit der Lebensmittelausgabe für acht Bedarfsgemeinschaften durch acht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.“ Die Mitarbeiter holten damals in einem vom Wolfhager Spielwarengeschäft Pelz, später vom Autohaus Ford-Güde kostenlos zur Verfügung gestellten Kleintransporter zwei bis drei Mal in der Woche bei fünf Firmen die Lebensmittel ab, um diese an zwei wöchentlichen Ausgabetagen an die Berechtigten zu verteilen.

Armut nimmt zu

Dass Armut und Hilfsbedürftigkeit auch im Wolfhager Land zunehmen, lässt sich auch an der Statistik der Tafel festmachen: Beim offiziellen Eröffnungsfest am 23. Mai 2003 waren es bereits 50 berechtigte Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 100 Personen. Derzeit werden von der Wolfhager Tafel 160 Bedarfsgemeinschaften mit 350 Personen, davon 100 Kinder, mit Lebensmitteln versorgt.

25 Firmen unterstützen

Die Lebensmittel werden inzwischen bei 25 Firmen - Supermärkte, Bäckereien und Hofläden - täglich von Montag bis Freitag abgeholt und verteilt. Die Abholung erfolgte ab 2007 mit einem eigenen Fahrzeug, das zwei Jahre später durch einen Transporter mit Kühlsystem ersetzt wurde.

Derzeit engagieren sich 48 Frauen und Männer in ihrer Freizeit für die Tafel. Ihre Arbeit wird zukünftig etwas erleichtert. Vor allem dank des Raumangebotes. Denn die Wolfhager Tafel zieht gerade in die ehemalige Post an der Burgstraße um. Statt 60 Quadratmeter wie im alten Domizil stehen dann 140 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Zum ersten Mal werden am 21. Januar am neuen Standort Lebensmittel ausgegeben.

Dort wird es auch einen Aufenthaltsraum, einen Treffpunkt, für die Berechtigten geben, die sich hier bei unterschiedlichen Aktivitäten selbst mit einbringen können. „Mach mit“ lautet hier das Motto.

Rund 18.000 Euro investiert das Diakonische Werk in die neuen Räume, ein großer Teil davon wird durch Spenden finanziert. (zih)

Quelle: HNA

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