Besucher auch aus dem Ausland

Wolfhager Wohnmobil-Stellplatz lockt die Camper

An der Zapfsäule: Wohnmobilstellplatz-Beauftrager Heinz Zapf an dem vom Unternehmen Wohnmobil-Gante aus Niederelsungen gespendeten Stromspender. Foto: Michl

Wolfhagen. Bis Ende Oktober machten  in diesem Jahr 3260 Wohnmobile Station auf dem Wolfhager Stellplatz, etwas weniger als im Vorjahr. Grund für den Rückgang konnte die neu eingeführte Standgebühr sein.

Der 2003 eröffnete und im vorigen Jahr auf 48 Stellplätze erweiterte Wohnmobilstellplatz in den Wolfhager Bruchwiesen erwies sich auch in dieser Saison als ein touristischer Magnet. Heinz Zapf ist ehrenamtlicher Platzbeauftragter der Stadt Wolfhagen, auf seine Initiative wurde der Hafen für die Kapitäne der Landstraße in ihren rollenden Wohnzimmern umgesetzt.

„Vom 1. Januar bis zum 31. Oktober machten insgesamt 3260 Wohnmobile auf unserem mit High-Tech-Logistik ausgestatteten Stellplatz überwiegend für mehrere Tage Station“, sagt Zapf. Davon kamen 232 aus europäischen Nachbarländern. Spitzenreiter sind die Niederlande (164), gefolgt von Belgien (20) und Großbritannien (13).

Heinz Zapf macht aber auch kein Hehl daraus, dass die diesjährige Frequentierung um mehr als zehn Prozent unter der von 2016 liegt. „Stand in den Anfangsjahren der Stellplatz den Wohnmobilisten kostenlos zur Verfügung, so müssen seit einigen Jahren für einen 24-Stunden-Aufenthalt drei Euro bezahlt werden.“

Im Januar dieses Jahres habe die Stadt die Tagesstandgebühr auf fünf Euro erhöht, was doch den einen oder anderen Wohnmobilisten davon abgehalten habe, den Stellplatz anzufahren, nennt Zapf den Grund, der seiner Meinung nach zu der Entwicklung geführt hat. In der neuen Gebühr ist aber als Neuerung eine kostenlose WLAN-Nutzung enthalten.

Auch für die beiden letzten Monate des Jahres rechnet Heinz Zapf nicht damit, dass das Besucherminus noch entscheidend reduziert werden kann. Denn viele Wohnmobilisten, Zapf schätzt den Anteil auf etwa 20 Prozent, sind mit einem Saisonkennzeichen von April bis Oktober unterwegs und stellen dann ihr Fahrzeug ins Winterquartier. Ein nicht unerheblicher Teil der Wohnmobilisten kehre zudem in den Wintermonaten Deutschland den Rücken, „die steuern dann für mehrere Monate wärmere Sonnenurlaubsziele in Südeuropa oder Nordafrika an.“

Vor wenigen Wochen erweiterte Heinz Zapf die sieben Stromzapfsäulen um eine weitere. Heinz Zapf: „Das Unternehmen Wohnmobil-Gante in Niederelsungen hat uns eine Stromzapfsäule im Gesamtwert von 3500 Euro gespendet.“ Diese steht auf dem erweiterten Stellplatzgelände und hat nach neuesten Vorschriften nur noch vier Anschlüsse. Bei Vollbelegung mit 48 Fahrzeugen stehen nun 48 Stromentnahme-Steckdosen zur Verfügung.

Quelle: HNA

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