Betrüger bieten im Internet vermeintliche Schnäppchen an

Wolfhagerin fiel auf Fake-Shop herein

Wolfhager Land. Einkaufen im Internet nimmt immer mehr zu und damit auch die Gefahr, Internetbetrügern zum Opfer zu fallen.

 Eine der Maschen, auf die jetzt eine Wolfhagerin hereingefallen ist, sind Fake-Shops (gefälschte Online-Shops). Die 47-Jährige bestellte ein paar Adidas-Schuhe zum günstigen Preis bei einem vermeintlich deutschen Internethändler. Nach der Bezahlung per Kreditkarte kamen keine Schuhe an, dafür entdeckte sie auf ihrer Kreditkartenabrechnung drei Abbuchungen von insgesamt 400 Euro aus China.

„Eine klassische Masche“, erklärt Aniane Emde vom Polizeipräsidium in Kassel: Produkte, die sonst deutlich teurer sind, werden als vermeintliche Schnäppchen angeboten. Gerade jetzt zum Start ins Weihnachtsgeschäft rechnet die Fachberaterin für Internetprävention mit einer Zunahme geprellter Kunden. „Wenn man beim Preis denkt, das kann doch nicht wahr sein, dann ist es meistens auch nicht wahr.“ Die Kriminalbeamtin rät, die Shopseite genau in Augenschein zu nehmen und im Internet nach Erfahrungen mit diesem Verkäufer zu suchen.

Wenn die Internetseiten wie im Fall der Wolfhagerin von ausländischen Betrügern betrieben würden, habe die Polizei nur begrenzte Möglichkeiten dagegen vorzugehen.

Da die Wolfhagerin mit Kreditkarte bezahlte und den Schaden sofort meldete, wird sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Einige Kreditkarten-Anbieter verlangen in solchen Fällen eine Selbstbeteiligung.

„Bei Betrug ist Schnelligkeit das A und O“, sagt Matthias Wassmann von der Wolfhager Raiffeisenbank. Kreditkarten sollten sofort gesperrt werden. Schwierig werde es bei Vorauskasse. Nur wenn ein Rückruf fix erfolge, sei das Geld manchmal noch zu retten. „Besser ist jedoch Vorsicht im Vorfeld. Wenn bei der Bezahlung etwas merkwürdig erscheint, sollte man die Transaktion sofort abbrechen“, rät Wassmann. 

Quelle: HNA

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