Frauen aus Mörshausen haben ihr Dorf mit Strickgraffiti verschönert

Wollmäuse treiben’s bunt

Geländer mit Pfiff: von rechts Antje Kördel, Evi Weymar, Andrea Jungermann-Weymar und im Hintergrund: Erika Köbberling, Elfriede Wiederhold, Gabi Bohn und Maria Ullrich. Fotos:  Schmidt

Mörshausen. Mülleimer, Bäume und Geländer erstrahlen in Mörshausen nun in neuen Farben. Mit sogenanntem Strickgraffiti wurden mehrere Gegenstände in dem Spangenberger Stadtteil bunt geschmückt.

Etwas 20 Frauen aus Mörshausen fanden sich zur Verschönerung des Dorfes zusammen. Seit Februar hat die Projektgruppe „Die Wollmäuse“ verschiedene Strickteile angefertigt, die sie nun im ganzen Dorf verteilt angebracht haben. Dazu haben sie vorher einige Gegenstände wie Begrenzungspfosten, Laternenständer aber auch Bäume ausgemessen. Diese wurden dann pünktlich vor dem Lindenfest mit den gestrickten Stücken verziert.

Die Idee kam von Annelie Deist, der Ortsvorsteherin aus Mörshausen. „Eigentlich wollte ich nur ein paar Freundinnen zu der Aktion animieren, da sich aber im letzten Jahr der kirchliche Kreis junger Mütter des Dorfes aufgelöst hat, haben wir das Projekt genutzt und die Frauen zusammengeführt“, erzählt Ortsvorsteherin Annelie Deist. Dabei engagierte sich auch Pfarrerin Ilona Grenzebach sehr in der Projektgruppe. Die Wolle für die Strickgraffiti wurde von Bewohnern gespendet.

Die Wollmäuse sind eine altersübergreifende Gruppe, die Teilnehmer sind etwa zwischen 30 und 75 Jahre alt. Einige der Frauen hätten sogar das Stricken erst durch diese Aktion erlernt, verrät Annelie Deist. Die Farbakzente des Strickgraffiti sollen gute Laune bringen. Da viele Menschen aufgrund des Radweges und des Spielplatzes Mörshausen besuchen, wollten die Bewohner ein wenig Farbe ins Dorf bringen. „Wir hoffen den Menschen damit ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern“, sagt Annelie Deist.

Ob sich diese Hoffnung erfüllt, wird sich spätestens beim Lindenfest am Mittwoch, 6. Juni, und Donnerstag, 7. Juni, zeigen. (zns) Artikel unten

Quelle: HNA

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