Wünsche für die Trasse der 380-KV-Leitung bleiben offen

Neue Masten statt Erdverkabelung: Der Strom wird zwischen dem niedersächsischen Wahle und Mecklar im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf der Westtrasse geführt, vorbei an Guxhagen, Körle, Malsfeld und Morschen. Archivfoto:  Fischert

Kreisteil Melsungen. Wenn schon Westtrasse, dann nicht mit hohen Masten, sondern als Erdverkabelung: Dieser Wunsch der Kommunen für die 380-Kilovolt-Leitung von Wahle nach Mecklar wird nicht erfüllt.

Doch auch weitere Wünsche der Gemeinden blieben offen. Zum Beispiel der für Guxhagen. Wie die Trasse tatsächlich verlaufen werde, sei immer noch unklar, meinte Bürgermeister Edgar Slawik. Weg vom Schwarzbachtal und den Häusern, die Trasse durch den Wald bei Wollrode und Albshausen verlegen – das wäre für Guxhagen eine Alternative zur favorisierten Erdverkabelung gewesen. „Nicht durch den Wald“, habe Hessen-Forst gesagt, bedauert Slawik.

Dem Wunsch der Morschener wurde jedoch voll Rechnung getragen, wie Erster Beigeordneter Günter Görke versichert. Man sei gespannt gewesen, was Hessen-Forst zu dem Vorschlag der Morschener sagen würde, die Trasse durch den Wald zu führen und damit weg von den Ortschaften Binsförth und Wichte. Görke: „Es wurde alles abgesegnet, wir sind auf der sicheren Seite.“

Noch nicht zufrieden ist Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel. Die Trasse führe keine 400 Meter weit vom Waldkindergarten Malsfeld und vom Aussiedlerhof am Ortseingang von Elfershausen entfernt vorbei. Vaupel: „Im Planfeststellungsverfahren soll der Verursacher Tennet nach Lösungen suchen. Das ist zugesagt.“

Positives gibt es auch für Melsungen, denn die Trasse links der Fulda wird so verschwenkt, dass der Abstand zu Röhrenfurth größer wird. „Das war unsere Forderung“, sagte Bürgermeister Dieter Runzheimer. Unverständlich bleibe ihm aber, warum der Schutz der Natur über dem des Menschen stehe. Nächste Woche trifft er sich mit den anderen Verwaltungschefs, um gemeinsam das weitere Vorgehen abzustimmen. (bmn)

Quelle: HNA

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