Neujahrsempfang der Kreis-Grünen mit Tarek Al-Wazir – „Haben bessere Lösungen“

Ein Wunsch: Geht wählen!

Gute Laune bei den Bündnis 90/Grünen: Sie hoffen auf eine Bestätigung der aktuell sehr guten Umfragewerte bei der Kommunalwahl am 27. März, von links Martin Häusling (Europaabgeordneter), Tarek Al-Wazir (Landesvorsitzender), Dr. Bettina Hoffmann (Spitzenkandidatin im Kreis), Engin Eroglu (Kreisvorsitzender) und Hermann Häusling (Kreistagskandidat). Foto: ula

Schwalm-Eder. Eine Chance für Gespräche miteinander sollte er sein, aber auch der Auftakt in den Wahlkampf: Die Bündnis-Grünen aus dem Schwalm-Eder-Kreis hatten zum Neujahrsempfang in den Hardehäuser Hof in Fritzlar eingeladen.

Ein illustres Völkchen aus der Kommunalpolitik Fritzlars und des Kreises und aus Parteien aller Richtungen war der Einladung gefolgt und besetzte die Plätze. Kreisvorsitzender Engin Eroglu freute sich: „Unglaublich, dass so viele gekommen sind“.

Ein Grund dafür war sicher der Landesvorsitzende der hessischen Grünen, Tarek Al-Wazir, dem die Zuhörer über 45 Minuten lauschten. Seine Thesen und Feststellungen ließen auch die politischen Gegner aus CDU und SPD immer wieder zustimmend nicken.

Al-Wazir forderte zunächst dazu auf, sich zu vergegenwärtigen, wie wertvoll Demokratie, Meinungsfreiheit, freie Wahlen sind. „Das ist nicht selbstverständlich“, rief er aus. Und bedauerte im nächsten Atemzug, dass eine Beteiligung von nur 45 Prozent bei Kommunalwahlen in Hessen nicht akzeptabel sei. Hätte er einen Wunsch, dann den, dass am Wahlabend diese Zahl deutlich höher sei. Dafür müsse man sich in den kommenden Wochen einsetzen.

Keine Zweifel ließ er daran, dass seine Partei bessere Vorschläge zur Lösung aktueller Probleme habe als die „grottenschlechte Bundesregierung“. Beim Schuldenabbau etwa, der nur gelingen könne, wenn man spare, aber auch die Einnahmesituation der öffentlichen Kassen verbessere.

Al-Wazir schlug vor, die Verteilung der vorhandenen Mittel anders, gerechter zu organisieren. Und wies auf die Idee der Bürgerversicherung hin, die es ermögliche, in der Gesundheitspolitik die einseitige Belastung der Versicherten zu verhindern.

Bei dem Thema erneuerbare Energien betonte er, dass die Grünen gezeigt haben, wie es geht: Tausende von Arbeitsplätzen seien geschaffen worden, die Quote seit 1998 von 4,7 auf 18,5 Prozent gestiegen.

Für die ökologische Landwirtschaft und eine gesunde Ernährung setzten sich die Grünen ein. Dass Deutsche am wenigsten für ihre Lebensmittel ausgeben und die Discounterdichte hier EU-weit am dichtesten sei, gelte es zu verändern, forderte Al-Wazir.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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