Viele Besucher bei der 1. langen Einkaufsnacht – Innenstadt ist zurzeit „zu leblos“

Wunsch: Mehr Angebote

Einstimmung auf Halloween: Nikolai Weiss aus Deute mit seinen Kindern Meeri und Karl. Er findet es schade, dass kleine Läden schließen mussten.

Gudensberg. Kulinarische und optische Genüsse, Komödie und Kultur, Grusel- und Kuschelstunden: All das bot die Gudensberger Innenstadt bei ihrer 1. langen Einkaufsnacht am Freitag bis zur Geisterstunde. Die Geschäftsleute der Gewerbevereinigung und die Stadt Gudensberg hatten eingeladen und einige Überraschungen für die Nachtschwärmer vorbereitet.

Innenstadtbelebung heißt das Zauberwort, denn die Fußgängerzone im Städtchen am Schlossberg leidet unter mangelnder Attraktivität. Mit Aktivitäten wie der Einkaufsnacht sollen Kunden von der Qualität und Leistungsfähigkeit der Geschäfte und der Umgebung überzeugt werden.

Aufgeboten wurde neben der Chance, noch zu nachtschlafender Zeit einzukaufen, von allem das Feinste: eine spanische Nacht, gemütliche Kuschellesestunden, Gaumenfreuden wie Grünkohl mit Pinkel, Nudelspezialitäten und Halloweengegrusel.

Wie kam die Einladung bei den Menschen an? Wir hörten uns um und trafen auf Zustimmung. Mit von der Mondschein-Partie waren Sabine Kratz und Tochter Kristina. „Es ist einfach mal etwas anderes, in solch schöner Atmosphäre einzukaufen”, sagt Sabine Kratz. Für Gudensbergs Innenstadt würden sie sich noch einen schicken Schuhladen wünschen und ein Kino.

Nikolai Weiss aus Deute hatte sich mit seinen Kindern Meeri und Karl auf Halloween einstimmen lassen. Das Einkaufsangebot findet Weiss gut: „Wir haben hier doch alles”, meint er. Allerdings könne er auf die Discounter-Ketten leicht verzichten.

Blutsekt ließen sich Marion Degenhardt und Carmen Sprenger-Schmidt einschenken. Die Frauen würden gern öfter in Gudensberg einkaufen. „Es wäre schöner, wenn wir unser Geld hier lassen könnten, anstatt für jede Schraube nach Fritzlar oder Melsungen fahren zu müssen.”

Marion und Meinhard Leidheiser finden, dass es zu wenige Geschäfte gibt. Besonders, so die Leidheisers, merke man, dass es das Kaufhaus Trossbach nicht mehr gibt: „Dieser Laden hat Gudensberg belebt.”

Von Rosemarie Först

Quelle: HNA

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