Fleischerbetriebe lieferten Proben für die freiwillige Selbstkontrolle

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Riechen, schmecken, schauen: Sechs Altenstädter Landfrauen – Dorothea Roth, Margitta Ritter, Iris Pohlmann, Rosemarie Wolf, Ingeborg Gerhold und Elli Ritter (im Uhrzeigersinn) – prüften die eingereichten Wurstproben als Verbraucherinnen.

Wolfhagen/Altenstädt/Calden. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Das ist allen Verbrauchern spätestens seit dem 80er-Jahre-Schlager bewusst, sagt aber nichts über die Qualität des Produkts mit den zwei Zipfeln aus.

Ob Geschmack und Geruch, Aussehen und Konsistenz den Regeln der Metzgerkunst entsprechen, erweist sich bei der regelmäßigen Freiwilligen Selbstkontrolle des Fleischerhandwerks Hessen.

Probe mit Nummer

Den kritischen Zungen, Nasen und Augen der Kontrolleure haben jetzt zwölf Mitgliedsbetriebe der Fleischer-Innungen Hofgeismar-Wolfhagen und Kassel 40 Wurstproben geliefert. Als Testraum stellte Caldens Metzgermeister Thomas Koch den Saal in seinem Landgasthaus zur Verfügung.

Knappe zwei Stunden ging’s dort unter der Leitung von Oberprüfer Günter Stederoth, Ehrenobermeister der Fleischerinnung Kassel, und dem stellvertretenden Landesinnungsmeister Rudi Döring (Altenstädt) buchstäblich um die Wurst, genauer um Brüh-, Koch- und Rohwurst. Völlig neutral, versteht sich: Jede Probe trug nur eine Nummer am Tellerrand, Namen von Betrieben blieben geheime Kommandosache.

Nicht nur sechs ehrenamtliche Prüfer, allesamt Fleischermeister aus Nord- und Mittelhessen, schnupperten und kosteten. Auch Verbraucher dieser alle zwei Jahre veranstalteten öffentlichen Prüfung waren um ihre Eindrücke gefragt: Ein halbes Dutzend Landfrauen aus Altenstädt übernahmen in Calden diesen Part.

Teil drei der Kontrolle leistet ein unabhängiges Lebensmittellabor in Bad Nauheim, wo es auch um die mikrobiologische Beschaffenheit der Produkte geht.

Es gibt Urkunden

Den Ausgang dieser Untersuchung gilt es noch abzuwarten. Dann stehen die Ergebnisse fest: Gibt es bei der kompletten Kontrolle keinerlei Beanstandungen und liegt das Prüfungsergebnis über dem Durchschnitt, dürfen sich die erfolgreichen Betriebe über eine vom hessischen Wirtschaftsminister unterzeichnete Urkunde „Qualitätsprodukt aus Hessen“ freuen.

Und die wird nach Übergabe innerhalb der jeweiligen Innung irgendwann in den Ladengeschäften dr Fleischer auch öffentlich zu bewundern sein.

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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