Pendeln gehört für zahlreiche Beschäftigte zum Arbeitsalltag

Zahl der Berufspendler in Region nimmt zu

Wolfhager Land. Die Zahl der Berufspendler in der Region steigt weiter. Viele Erwerbstätige verbringen somit mehrere Stunden pro Woche in Auto, Bus oder Bahn, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes pendelten 2009 von 80 232 Erwerbstätigen mit Wohnort im Landkreis Kassel 63 702 Personen über die Kreisgrenze hinaus.

Das sind 1763 mehr als im Jahr 2008 und 3031 mehr als 2007. Gleichzeitig fuhren 44 856 Beschäftigte aus anderen Landkreisen zur Arbeit in den Kreis Kassel. „Die Mobilität nimmt weiter zu“, bestätigt Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises. Jedoch seien die hohen Pendlerzahlen auch darauf zurückzuführen, dass viele in die Stadt Kassel fahren, was für einige aus dem Kreis sehr nah sei.

Die Zahl der Menschen, die zum Arbeiten nach Wolfhagen fahren, ist aber zwischen 2007 und 2009 von 1899 auf 1794 gesunken. Kühlborn sieht die Schließung des Bundeswehrstandortes im Jahr 2008 als einen Grund dafür.

Circa 60 Prozent aller Pendler in Deutschland nutzen laut Statistischem Bundesamt das Auto. Andere fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) ermittele zwar nicht den Anteil der Pendler unter den Fahrgästen, allerdings gebe es immer mehr Fahrgäste, besonders auf der Regiotram-Linie 4 von Wolfhagen nach Kassel, teilt die Sprecherin Sabine Herms mit.

In nordhessischen Betrieben sei es üblich, dass Erwerbstätige pendeln, sagt Andrea André, Sprecherin der Vitos Kurhessen in Bad Emstal. Die Klinik beschäftige Menschen, die zum Beispiel in Kassel und Waldeck-Frankenberg wohnen. André selbst fahre von Kassel mit dem Auto, da sie so schneller sei als mit dem Bus. Viele Kollegen würden Fahrgemeinschaften bilden. Die Entfernungen hier seien aber moderat. „Menschen in Frankfurt brauchen oft innerhalb der Stadt schon eine Stunde zur Arbeit.“ Seite 3

Von Stefanie Dietzel

Quelle: HNA

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