Engpässe gibt es an Brückentagen und bei schönem Wetter

Zahl der Blutspender im Altkreis gestiegen

Wolfhager Land. Die Zahl der Blutspender im Altkreis Wolfhagen ist gestiegen. Waren es im Jahr 2008 noch 3034 Menschen, die zum Aderlass gingen, spendeten im vergangenen Jahr 3874 Menschen Blut. Damit deckt der Altkreis mehr als die Hälfte, der im Landkreis abgegebenen Spenden ab.

Im Gegensatz zum positiven Trend in Wolfhagen ging die Zahl der Spender im gesamten Landkreis Kassel zurück. Im Jahr 2008 spendeten 6866 Menschen Blut. Drei Jahre später waren es noch 6059.

„Im Moment entwickelt sich die Zahlen im Landkreis rückläufig. Das kann sich aber auch wieder ändern“, sagt Eberhard Weck, Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Hessen. Die Bereitschaft zum Spenden wechsele ständig. Engpässe gebe es häufig an Brückentagen, wenn die Menschen in einen Kurzurlaub führen. Auch im Frühling, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, säßen die Menschen lieber im Garten als zum Blutspenden zu gehen.

Mit Blick auf die zurückliegenden Jahrzehnte zieht Weck ein positives Fazit: Denn über diesen langen Zeitraum hat die Spendebereitschaft zugenommen. „Als ich vor 23 Jahren angefangen habe, gab es in Hessen jährlich etwa 223 000 Blutspenden. Heute sind es etwa 270 000.“ Gründe dafür seien, dass es mehr Blutspendetermine gebe. Heute bittet das DRK in vielen Orten vier Mal im Jahr zum Aderlass. Auch die höhere Präsenz an Hochschulen und Schulen zahle sich aus.

Bei den Blutspenden geht es nicht nur um die Menge. Das DRK sammlt nach dem Bedarf der Kliniken. „Haben wir zu viel abgezapft, müssen wir Blut entsorgen“, sagt Weck. Der medizinische Fortschritt habe zudem Einfluss auf den Verbrauch. „Bei der ersten Lebertransplantation benötigte man 70 Blutkonserven“, sagt Weck. Heute seien es im Durchschnitt etwa 14, sagt Bettina Bulle, Sprecherin der Universitätsklinik in Göttingen.

Quelle: HNA

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