Zahl der Unfälle mit Radfahrern im Schwalm-Eder-Kreis steigt

Schwalm-Eder. 55 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern hat es im vergangenen Jahr gegeben. Das seien 25 mehr als im Jahr 2010, sagt Thomas Gläsel, bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder zuständig für den Verkehr.

Diese Zunahme sei zwar signifikant, aber es gebe keinen Grund zur Besorgnis. Schwankungen kämen vor. So gab es im Jahr 2009 49 Unfälle.

Mit dem guten Wetter zieht es nicht nur die Motorradfahrer auf die Straßen des Landkreises, sondern eben auch die Radfahrer.

Erfreulich sei, dass in den vergangenen drei Jahren kein Radfahrer im Straßenverkehr umgekommen sei. Es habe zwar einen tragischen Unfalltod gegeben, dieser ereignete sich aber auf einem Radweg und es sei kein anderer Verkehrsteilnehmer verwickelt gewesen.

Von den 55 Unfällen mit Radfahrern gingen 27 auf die Kappe der Radler, bei 28 waren die anderen Verkehrsteilnehmer die Verursacher. 14 Radfahrer verletzten sich dabei schwer und 30 leicht.

Bei den Hauptursachen seien besonders nicht angepasste Geschwindigkeit (7) und Alkohol am Lenker (5) zu nennen.

„Angesichts dieser Zahlen muss ich darauf hinweisen, dass Radfahren unter Alkoholeinfluss einen Führerscheinentzug nach sich ziehen kann“, sagt Gläsel. Die Grenze liege bei 1,7 Promille. Als Sozius auf dem Motorrad liege die Grenze bei 1,9 Promille. Also, auch wer hinten sitzt, riskiert seinen Führerschein. Gläsel appelliert zudem an die Radfahrer, einen Helm zu tragen und die passende Beleuchtung zu haben. Gefahrenschwerpunkte würden nach der Unfallhäufigkeit bemessen. Nach objektiven Kriterien gebe es im Landkreis keine.

Der Radbeauftrage des Landkreises, Ullrich Horstmann, kennt indes Strecken, die für Radfahrer gefährlich sind. Beispielsweise das Teilstück des Ederradweges zwischen Wolfershausen und Haldorf.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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