Neun Gensunger haben Freude am Theaterspiel und führen neues Stück auf

Zauberhaft, die kleine Hexe

Der Weg in den Hexenkreis: Von links Erika Strack, Vanessa Veit, Iris Blum, Gerhard Braun, Marie-Luise Sonnenschein, Eleonore Veit, Heidi Knarr, Ruth Bolduan. Foto: Dräger

Gensungen. Sie ist 127 Jahre alt, aber noch zu jung für den Hexenkreis. Die kleine Hexe schleicht sich dennoch unerlaubt zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg – und wird ertappt. Zur Strafe muss sie ihren Besen abgeben und alle Prüfungen absolvieren, die ihr gestatten, an der Walpurgisnacht teilzunehmen. Diesen Stoff haben Theaterfreunde aus Gensungen aufgegriffen und ein Bühnenstück einstudiert.

Zu sehen sind die Aufführungen am 22. und 29. Oktober ab 20 Uhr im katholischen Pfarrheim in Gensungen. Am 30. Oktober findet um 14 Uhr ein weitere Vorstellung statt.

Mit viel Elan spielen die Laienschauspieler ihre Rollen. Die Gruppe gibt es seit 2007. Pfarrer Gerhard Braun verleiht beispielsweise dem Raben Abraxas seine typisch krächzende Stimme.

Eleonore Veit spielt eine stotternde Krämerin, die über die Hexen erschrickt. Und da ist dann noch die Hexe Muhme Rumpumpel (Ruth Bolduan), die mit ihrem Fotoapparat alles, was die kleine Hexe tut, heimlich festhält, um ihr den Eintritt in den Hexenkreis zu vereiteln.

Theaterspiel neu belebt

Die Theatergruppe gehört zum Heiligenbergverein und belebte das Theater neu, das es schon in den 30er- und 40er-Jahren gab. Die Stücke sind klassisch – mal handelt es sich um einen Krimi von Agatha Christi, mal um die Geschichte von Max und Moritz. Aber auch einige Passagen aus Shakespears Sommernachtstraum haben die Gensunger bereits aufgeführt.

Von witzig bis aufregend sei alles dabei, erzählen die Hobbyschauspieler. „Wir wollen alle Genres einmal durchspielen, und ein richtiges Märchen hatten wir noch nie“, erklärt Iris Blum, die Leiterin der Theatergruppe.

„Die Stücke bestelle ich bei einem Verlag, und dann schauen wir gemeinsam, was möglich ist und passt. In diesem Fall war das die kleine Hexe“, berichtet sie. Alle Laienschauspieler sind seit der ersten Stunde dabei.

Mussten sie sich bei dem ersten ihrer bisher fünf aufgeführten Stücke noch finden, sind sie jetzt ein eingespieltes Team und lassen zum ersten Mal die sechsjährige Vanessa Veit mitspielen, die den Zauber symbolisiert.

Das Stück dauert mit einer Pause zwei Stunden. „Wir haben uns gesteigert, von 30 auf 60 und dann auf 90 Minuten“, scherzt Blum. Das Stück von Ottfried Preußler ist das erste klassische Märchen, an das sich die Gruppe herangewagt hat. Damit will sie in bunten Kostümen und authentischen Rollen Alt und Jung unterhalten. (ymd)

Eintritt: Karten zum Preis von 5 Euro gibt es an der Tageskasse.

Quelle: HNA

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