"Vieles medaillenverdächtig"

Zauberhafte Abende an der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule

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Ernteten viel Applaus: Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule, hier die Mädchen beim Chorgesang „In Noctem“ hatten ein dreistündiges Programm rund um das Thema Magie vorbereitet.

Melsungen. In einen magischen Raum verwandelte sich die Aula der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule am Donnerstag und Freitag während der Bunten Abende.

Die Schüler brachten mit unterschiedlichsten Darbietungen den Saal zum Kochen und wurden mit reichlich Szenenapplaus belohnt.

„Vieles, was Sie hier zu sehen und hören bekommen, ist medaillenverdächtig.“

Das Rezept für die zauberhaften Abende: man nehme junge Leute mit vielerlei Gaben, die Instrumenten Klänge zu entlocken wissen, eine liebliche Stimme ihr Eigen nennen, Worte wohl zu setzen wissen und mit Spiel verzaubern, tanzen können, in Alchemie kundig sind, sich mit Bühnentechnik auskennen, hilfreiche Hände haben und schmackhafte Gaumenfreuden herzustellen wissen.

Man gehe zu neun „Hexenmeistern“ - Elke Jenge (Big Band, Chor, Kammermusik), Elke Bussiek und Jörn Dahlke (Darstellendes Spiel, Deutsch), Jan Kramer, Julia Götte (Deutsch, Englisch), Carina Mathaie (Sport) und den Referendaren Marcus Noll, Karin Vogel und Stepanie Haas - und lerne dort, in Texten und Musik zu rühren und bühnenreife Mischungen herzustellen.

„Vieles, was Sie hier zu sehen und hören bekommen, ist Medaillen-verdächtig,“ begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Elfriede Stelzig am Freitag die Besucher. Und dann gab es von lustig bis nachdenklich, von klassisch bis Pop, von Gedichten und Geschichten bis Tanz kurze Beiträge, die Magie und Zauber, Tod und Märchen zum Thema hatten.

Vieles war neu überdacht und kombiniert: da wurden die Märchen Froschkönig und Die schöne Müllerin in die heutige Zeit übertragen, Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe mit der Herstellung von Drogen kombiniert, es gab eine Sprechfuge über Harry Potter sowie auch Musik und eine Puppenshow über ihn. Charlotte Nehring rezitierte den Erlkönig nicht nur, sondern spielte ihn in drei Rollen, aber am Ende war nicht das Kind, sondern das Pferd tot.

Philipp Kästner bezauberte mit Klaviermusik von Elton John, Multitalent Julia Salzmann sang nicht nur bühnenreif, sondern spielte auch Klavier, Posaune und Gitarre in einer Band. Mit immer neuen Gruppierungen, Chor, Big Band, Kammerensemble und Bands mit und ohne Gesang wurde drei Stunden lang Programm geboten.

Wie am Schnürchen klappten Technik und Umbauten, wurde blitzschnell auf der Bühne umgebaut. Lautstark forderten die Zuschauer: „Zugabe!“ Und es zogen die acht betreuenden Lehrer, alle als Katja Ebstein verkleidet, auf die Bühne und sangen: „Wunder gibt es immer wieder.“

Von Agnes Dürr

Bilder des zauberhaften Abends

Bunter Abend an der Geschwister-Scholl-Schule Melsungen

Quelle: HNA

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