Melsunger Klinik verfügt über geriatrische Abteilung für Menschen über 65 Jahre

Zehn Betten für Ältere

Dr. Jens Zemke

Melsungen. Schlaganfall, Herzschwäche, Diabetes, Vergesslichkeit – bei älteren Menschen kommen oft viele Krankheiten auf einmal. Speziell für Senioren hat die Melsunger Asklepios-Klinik eine geriatrische Abteilung, in der Menschen mit mehreren altersbedingten Erkrankungen stationär aufgenommen werden.

Zehn Betten stehen für sie zur Verfügung. Drei Wochen bleiben sie und werden von einem Team an Spezialisten betreut. Das sind neben Chefarzt Dr. Jens Zemke auch Ergotherapeuten, ein Neuropsychologe, Logopäden, der Sozialdienst.

Von sechs bis acht Patienten pro Monat spricht Dr. Zemke, der zum 1. Mai die Leitung der neuen Abteilung übernommen hat. „Wir wollen ein wohnortnahes Angebot“, sagt Regionalgeschäftsführer Dr. Dirk Fellermann. Immer mittwochs ist Chefarztvisite und Reha-Konferenz mit den anderen Spezialisten, zu denen auch die der Inneren und der Chirurgischen Abteilung zählen.

Rehabilitation bedeutet bei Senioren nicht Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, sondern verhindern, dass sie etwa in ein Pflegeheim umziehen müssen. Das heißt: Auch die Angehörigen werden einbezogen, ebenso der Hausarzt. Zemke: „Es ist ein ganzes Netzwerk“. Sich umfassend um den Patienten kümmern zu können ist auch nur wegen der längeren Verweildauer möglich. Deswegen werden auch Aufnahmetermine vereinbart – es sei denn, es handelt sich um einen Notfall.

Da im Melsunger Krankenhaus bekanntlich die räumliche Situation beengt ist und Krankenhausträger Asklepios für 2015 einen Neubau anpeilt, gibt es derzeit nur die etwa zehn Plätze. 20 sollen es mit dem Neubau werden, kündigte Dr. Dirk Fellermann an.

Dr. Jens Zemke geht davon aus, dass in einigen Jahren über die Hälfte der Menschen im Schwalm-Eder-Kreis 65 Jahre oder älter ist. Jeder Zweite sei künftig ein geriatrischer Patient. weitere Artikel LINKS UND UNTEN

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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