„Zeichen setzen für religiöse Toleranz“

Fritzlar. Mit einer ungewöhnlichen Aktion soll am Domplatz in Fritzlar im Gedenken an die Donar-Eiche ein Zeichen für religiöse Toleranz gesetzt werden. Die Versammlung beginnt am Samstag, 16. Juni, um 16 Uhr auf dem Domplatz.

Ziel dieser Aktion ist es, auf das dort stehende Denkmal hinzuweisen, das den Mönch Bonifatius auf dem Stumpf der einstigen Donar-Eiche zeigt, die von ihm im Jahre 724 mit einer Axt gefällt wurde. Diese verherrlichende Darstellung eines gewaltsamen Aktes, der „einen Meilenstein in der Zwangs-Christianisierung des deutschen Volkes“ darstelle, verletze bis heute die Gefühle vieler naturreligiöser Menschen, heißt es in einer Pressemitteilung. Offiziell seien bereits über 70 Teilnehmer aus den verschiedensten neopaganistischen Strömungen gemeldet, so die Veranstalter.

Harfenspiel und Baumgebet

Das Denkmal soll mit einem Grünen Mann geschmückt werden. Ein Eichen-Setzling sollte einem Vertreter der katholischen Kirche übergeben werden, das sei jedoch schon im Vorfeld abgelehnt worden. Zwei Vertreter naturreligiöser Gemeinschaften und der Initiator der Aktion, der Künstler Vönix, werden zu Wort kommen.

Harfenspiel und Baumgebet sowie ein traditioneller Tanz werden die Veranstaltung abrunden. (red)

Quelle: HNA

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