LWV zeichnet Klosterspiele Merxhausen für Arbeit mit psychisch Kranken aus

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Leisten Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft: Die Klosterspiele Merxhausen. Dafür wurden sie ausgezeichnet.  

Merxhausen. Den diesjährigen Walter-Picard-Preis haben am Montag die Klosterspiele Merxhausen und eine Journalistin erhalten, die sich für die Angehörigen psychisch kranker Menschen engagiert.

Sascha Merkel von den Klosterspielen und Jutta Seifert aus Fernwald haben die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung von LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann entgegengenommen. „Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet für eine humane und auch inklusive Gesellschaft“, sagte Brückmann in seiner Laudatio.

Seit 1983 tritt das Theaterprojekt regelmäßig auf der Freilichtbühne im Park der Vitos Klinik Bad Emstal auf. Die Gruppe inszenierte vor 31 Jahren ein Stück über Landgraf Philipp, den ehemaligen Gründer des Hospitals Merxhausen. Von Anfang an wurden Patienten der psychiatrischen Klinik und Bewohner der heilpädagogischen Einrichtung in die Theaterarbeit mit einbezogen. Sie haben mitgespielt auf der Bühne, haben Kulissen gebaut, Besucher bewirtet und organisiert.

Seit die Verweildauer in den psychiatrischen Kliniken immer kürzer wurde, wurde es schwieriger, Patienten im Spiel zu beteiligen. Heute kooperieren die Klosterspiele bei Bühnenbau und Spiel mit der noch recht jungen forensischen Klinik Bad Emstal. In dieser Saison stehen drei Mitwirkende mit auf der Bühne. Alle drei Männer sind bereits im offenen Vollzug. „Für die Patienten ist diese Beteiligung von unschätzbarem Wert. Sie erleben Normalität. Nicht ihre Erkrankung steht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Tun“, unterstrich Brückmann. (red/ant)

Quelle: HNA

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