Neu: Stadtführung mit mittelalterlicher Reise durch die Wolfhager Küche

Zeitreise mit Zwieback

So schmeckte es früher: Die Stadtführung als mittelalterliche Reise durch die Wolfhager Küche beginnt im Café Alte Wache mit Kaffee „alter Sorte“ und Wolfhager Zwiebäcken, die hier Sonja Rauch und Stefan Schlömer aus Volkmarsen genießen. Foto: zih

WOLFHAGEN. Wulfhäger Zwiebäcke: So betitelt scherzhaft seit vielen 100 Jahren der regionale Volksmund die Einwohner, Jung und Alt, der 1231 gegründeten Bürger- und Ackerstadt Wolfhagen, die „Echten ut Wulfhagen“. Den Ursprung und die Geschichte beider Bezeichnungen, Zwiebäcke sowie Echte, die in unmittelbarem Zusammenhang stehen, kann man jetzt bei einer neuen touristischen Attraktion der historischen Fachwerkstadt in Erfahrung bringen und auch erleben: Bei einer kulinarischen Stadtführung.

25 Personen

Angeboten wird, nach vorheriger Terminvereinbarung, eine Gruppenstadtführung für maximal 25 Personen zur Thematik „Mittelalterliche Reise durch die Wolfhager Küche.“ Die Teilnehmer bekommen bei der rund einstündigen Exkursion nicht nur Wissenswertes über die Geschichte der Stadt vermittelt, sondern am Anfang und Ende der Führung wird ihnen auch historisch-lukullisch aufgetischt.

Beginnend im Café Alte Wache auf dem Kirch- beziehungsweise Marktplatz, eines der markanten Wolfhager architektonischen Wahrzeichen. Hier serviert die Wirtin Silke Döhne in nostalgischem Tafelgeschirr Kaffee der „alten Sorte“ sowie besagte Zwiebäcke. Dabei wird die Entstehungsgeschichte des Dauergebäcks erzählt.

Seit 1490 durften Wolfhager Bürger ihre Ware „im Ausland“ verkaufen, ins Kasselänersche, Waldecksche und sogar ins Paderbornsche Land.

Da es für die hiesigen Bäcker nicht möglich war, unterwegs zu Fuß mit ihrer Ware in einer Kiepe auf dem Rücken, auf den dortigen Märkten frisches und noch warmes Gebäck anzubieten, kreierten sie ein aus Mehl, Milch und Hefe leicht gesüßtes Gebäck. Das hatte die Eigenschaft, auch am Folgetag immer noch weich und schmackhaft zu sein. Sie nannten es „Wulfhäger Zwieback“. Die Kunden, die davon begeistert waren, waren die „Echten ut Wulfhagen.“

Drei Gänge-Menü

Zum Abschluss der mittelalterlichen Reise durch die Wolfhager Küche wird wahlweise in den beiden Gasthäusern „Zum Chattenturm“ sowie „Zum Schiffchen“ in einem Drei-Gänge-Menü deftige Hausmannskost „anno dunnemal für einfache Bürger“ serviert:

Von Dezember bis Februar Wirsingsuppe und Polnische mit Grünkohl. In den Monaten März bis September steht Frühlingssuppe mit Kräutern sowie gekochtes Rindfleisch in grüner Soße auf der Karte. Von Juni bis August gibt es Lattich mit Schmand und Stielkotelett mit warmem Maschinensalat (warmer Kartoffelsalat mit Kraut).

Ab September bis November wird Wildrahmsüppchen und danach Wildragout mit Preiselbeerbirne und Spätzle angeboten.

30 Euro pro Gruppe

Die mittelalterliche Reise durch die Wolfhager Küche kostet pro Gruppe 30 Euro sowie 14 Euro pro Person für Kaffee, Zwieback und das Drei-Gänge-Menü. (zih)

Anmeldungen sind möglich über das Stadt- und Tourist-Büro im Rathaus, erreichbar unter der Telefonnummer 05692/602-103.

Quelle: HNA

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