In der Zelle des Räubers

Wolfhager Vorschulkinder besuchten Polizeistation

Kaffeemühlen-Dieb: Die Vorschulkinder der Kindergärten Liemecke, Raiffeisenweg und Netze (Foto) besuchen Räuber Hotzenplotz in seiner Zelle. Der Polizeibeamte Hartmut Wolf (rechts) schlüpfte für den Besuch in die Rolle. Foto: Glass

Wolfhager Land. Beim Blick durch das Guckloch in die Zelle sind die Mädchen und Jungen überrascht: „Da ist einer drin!“, ruft ein Junge. Polizist Rüdiger Amstutz schließt die Zellentür auf und lugt hinein.

Dicht hinter ihm wollen die Kinder einen Blick ins Innere des Raums erhaschen. „Ein Räuber“, rufen sie und drängen sich in den engen, fensterlosen Zellenraum.

Station zwei, eine von insgesamt acht, die gestern in und um die Wolfhager Polizeistation aufgebaut ist. Extra für insgesamt 500 Mädchen und Jungen aus Kindergärten des Wolfhager Landes, die aufgeiteilt an zwei Tagen – gestern und heute – in Kooperation mit der HNA die Dienststelle besuchen.

Dort erfahren die Vorschulkinder alles rund um die Arbeit der Polizei, natürlich auf kindgerechte Weise, betont Wolfhagens Polizeichef Robert Grau. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder Vertrauen zur Polizei entwickeln und an diesem Tag viel lernen“, sagt er.

Was machen die Polizeibeamten auf der Wache, wann muss man die 110 anrufen, wie verhält man sich, wenn man von Fremden angesprochen wird, und wie gegenüber unbekannten Hunden und wie und warum werden Fingerabdrücke genommen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten die Kinder während ihres Besuchs und probieren vieles selbst aus.

Polizeichef Grau: „Es ist eine schöne Erfahrung, die Kinder so begeistert zu sehen.“ Dazu tragen seiner Meinung nach vor allem die Kollegen an den verschiedenen Stationen bei, die in ihrer Arbeit mit den Kindern aufgehen. „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter“, sagt Grau.

Aber zurück zur Station zwei und dem Insassen der Gefängniszelle: Das ist Räuber Hotzenplotz, der der Großmutter die Kaffeemühle gestohlen hat. Auf die Frage, ob er verhaftet bleiben soll, antwortet eines der Kinder: „Das soll die Polizei entscheiden!“ Und die, vertreten durch Rüdiger Amstutz und Robert Grau, schließt die Zellentür wieder ab.

Und während die Kinder zu Station drei gehen, wartet der Räuber auf die nächsten jungen Besucher.

Quelle: HNA

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